Ratgeber

E-Commerce-Statistiken Deutschland: eBay und Shopify in Zahlen

Über den deutschen Onlinehandel gibt es gute Umsatzzahlen. Was es kaum gibt, sind Zahlen über die Verkäufer: wie viele Konten auf eBay.de gerade tatsächlich etwas verkaufen, wie viele deutsche Shopify-Shops im laufenden Monat einen Verkauf hatten, womit diese Shops Reichweite kaufen. Umsatzstatistiken entstehen aus Meldungen und Befragungen. Verkäuferzahlen entstehen nur, wenn jemand den Marktplatz selbst beobachtet.

Genau das tut der ZIK Marketplace Index (ZMI), die Datenbasis hinter ZIK Analytics. Diese Seite ist der Auszug daraus für Deutschland: eBay.de und deutsche Shopify-Shops, mit Erhebungsdatum, Methode und den Grenzen der Daten. Die Zahlen stammen aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der 17 Mio. beobachtete Listings auf eBay.de abdeckt, Stand 04.09.2026.

Alles auf dieser Seite ist zum Zitieren gedacht. Wenn du für einen Artikel, eine Präsentation oder eine Analyse eine Zahl brauchst: nimm sie, nenne den Index und das Datum. Wie das aussieht, steht weiter unten.

eBay.de in Zahlen (Stand 04.09.2026)

Der erste Block beschreibt den deutschen eBay-Marktplatz. Beobachtet heißt: Angebote und Verkäuferkonten, die der Index erfasst und regelmäßig neu ausliest. Verkauft heißt: mindestens ein Verkauf in den letzten 30 Tagen vor der Erhebung.

KennzahlWert
Beobachtete Angebote auf eBay.de16.899.822
Beobachtete Verkäuferkonten73.385
Angebote mit mindestens einem Verkauf in 30 Tagen4.514.049
Verkäuferkonten mit mindestens einem Verkauf in 30 Tagen61.298

Zwei Dinge sind daran bemerkenswert. Erstens verkaufen 83,5% der beobachteten Konten tatsächlich (61.298 von 73.385). Ein Marktplatz mit vielen Karteileichen sieht anders aus. Zweitens hatte nur gut jedes vierte beobachtete Angebot in diesen 30 Tagen einen Verkauf. Beides zusammen beschreibt eBay.de gut: viele aktive Verkäufer, die viele Angebote gleichzeitig laufen lassen, von denen die meisten in einem gegebenen Monat liegen bleiben.

Die 61.298 mischen private und gewerbliche Konten. Der Index sieht Verkäufe, nicht Gewerbeanmeldungen. Für die deutsche Praxis ist diese Grenze trotzdem entscheidend, weil an ihr die komplette Gebührenordnung hängt: privates Verkaufen innerhalb Deutschlands ist auf eBay.de seit dem 1. März 2023 kostenfrei, gewerbliche Verkäufer zahlen Provision und eine fixe Gebühr pro Bestellung. Die Details stehen in unserem Überblick zu den eBay-Gebühren für private und gewerbliche Verkäufer.

Was auf eBay.de verkauft wird: neun Kategorien

Die folgende Tabelle zeigt die neun Hauptkategorien, die der Index für eBay.de auswertet, mit den Verkäufen und Umsätzen der letzten 30 Tage in Euro. Unterkategorien wie Garten & Terrasse, Möbel, Jeans oder Sneaker sind bewusst nicht aufgeführt, weil sie in ihren Hauptkategorien bereits enthalten sind und eine Summe sonst doppelt zählt.

KategorieVerkäufe (30 Tage)Umsatz (30 Tage)
Haus & Garten2.365.71786.140.391 €
Autoteile2.087.032128.665.460 €
Elektronik875.49764.138.422 €
Kosmetik565.51614.878.174 €
Spielzeug447.87112.673.373 €
Kleidung394.4769.953.522 €
Sammlerstücke317.7136.286.751 €
Bücher213.7826.325.101 €
Schmuck & Uhren97.5284.524.890 €
Summe7.365.132333.586.084 €

Der Durchschnittspreis über alle neun Kategorien liegt bei 45,29 €. Dahinter liegen große Unterschiede: Autoteile kommen auf 61,65 € pro verkauftem Artikel und sind mit Abstand die umsatzstärkste Kategorie, obwohl Haus & Garten mehr Stück verkauft. Elektronik liegt bei 73,26 €, Sammlerstücke bei 19,79 €.

Interessanter als der Preis ist für Verkäufer die Abverkaufsquote, also der Anteil der beobachteten Angebote einer Kategorie, die im Zeitraum verkauft wurden. Sie reicht von 26,6% bei Büchern und 32,4% bei Kleidung bis 75,9% bei Haus & Garten, 79,7% bei Elektronik und 83,9% bei Kosmetik. Eine hohe Quote heißt nicht automatisch leichtes Geld, sie heißt, dass Angebote in dieser Kategorie selten lange liegen. Wie man daraus eine Produktauswahl macht, steht in unserem Leitfaden dazu, wie du Dropshipping-Produkte mit Daten findest.

Deutsche Shopify-Shops in Zahlen

Der zweite Block beschreibt den anderen Weg, auf dem in Deutschland online verkauft wird: den eigenen Shop. Der Index ordnet Shopify-Shops einem Land zu und beobachtet ihre Produkte und Verkäufe.

KennzahlWert
Beobachtete Shopify-Shops mit Länderzuordnung Deutschland5.912
Shops mit mindestens einem Verkauf in 30 Tagen3.906
Beobachtete Produkte in diesen Shops4.916.164
Produkte mit mindestens einem Verkauf in 30 Tagen1.842.938

66,1% der beobachteten deutschen Shopify-Shops haben in 30 Tagen etwas verkauft. Der Rest steht still: aufgesetzt und nicht weitergeführt, saisonal pausiert oder schlicht ohne Nachfrage. Auf Produktebene ist das Verhältnis ähnlich, gut jedes dritte beobachtete Produkt wurde in diesem Zeitraum mindestens einmal verkauft. Die 2.006 Shops ohne Verkauf zahlen ihre Grundgebühr trotzdem weiter, und was das pro Monat ist, steht datiert in unserer Übersicht zu den Shopify-Kosten in Deutschland.

Stellt man beide Kanäle nebeneinander, wird der Größenunterschied deutlich: 61.298 verkaufende Verkäuferkonten auf eBay.de gegenüber 3.906 verkaufenden deutschen Shopify-Shops. Das ist kein Urteil über die Kanäle, denn ein eigener Shop und ein Marktplatzkonto sind verschiedene Dinge mit verschiedenen Kosten. Es sagt aber etwas darüber, wo in Deutschland die Masse der aktiven Onlineverkäufer sitzt.

Womit deutsche Shopify-Shops Reichweite kaufen

Ein eigener Shop bringt keine Besucher mit. Der Index sieht, welche Werbekanäle die verkaufenden deutschen Shops einsetzen und welche Geschäftsmodelle sie fahren. Die Anteile beziehen sich auf die 3.906 Shops mit mindestens einem Verkauf in 30 Tagen.

MerkmalAnteilShops
Schaltet Meta-Anzeigen52,8%2.064
Schaltet Pinterest-Anzeigen2,6%100
Schaltet TikTok-Anzeigen1,6%61
Single-Product-Shop0,9%34
Als Dropshipper erkannt0,4%14
Print-on-Demand0,2%9

Die erste Zeile ist die wichtigste Zahl auf dieser Seite für jeden, der einen eigenen Shop plant: gut jeder zweite verkaufende deutsche Shopify-Shop kauft Reichweite bei Meta. Pinterest und TikTok sind daneben Randerscheinungen. Wer mit einem eigenen Shop startet, kalkuliert also faktisch ein Werbebudget mit ein, während ein Marktplatz die Nachfrage bereits mitbringt. Dieser Unterschied ist einer der Gründe, warum viele in Deutschland auf dem Marktplatz anfangen. Was das für das Geschäftsmodell bedeutet, erklärt unser Überblick dazu, was Dropshipping ist und wie es in Deutschland funktioniert.

Die letzten drei Zeilen sind Erkennungsmerkmale des Index, keine Selbstauskunft der Shops. Ein Shop wird als Dropshipper erkannt, wenn seine Signale dafür sprechen, nicht weil er es irgendwo angibt. Die 0,4% sind deshalb eine Untergrenze und keine Marktgröße.

Werbedaten: warum es hier keine deutsche Anzeigenstatistik gibt

Der Index enthält auch Werbedatensätze von Meta. Für Deutschland lässt sich daraus nichts veröffentlichen: der Anzeigenteil des Index enthält genau zwei Datensätze mit Zielland Deutschland. Zwei Datensätze sind keine Statistik, und eine trotzdem gerechnete Prozentzahl wäre frei erfunden.

Was möglich ist, sind die weltweiten Anteile, und auch die mit einer Einschränkung: der jüngste Anzeigendatensatz im Index stammt vom 12.07.2026. Alles darunter beschreibt also den Stand im Sommer 2026 und nicht das, was heute läuft.

Anzeigenformat (weltweit)Anteil
Video77,5%
Bild21,1%
Karussell1,1%
Mehrere Bilder0,3%

Die restlichen 0,1% entfallen auf Anzeigen für Seiten-Likes.

Bei den Handlungsaufforderungen dominiert eine einzige: 75,4% der erfassten Anzeigen nutzen "Shop now", gefolgt von "Watch more" mit 8,7%, "See details" mit 6,6% und "Order now" mit 5,4%. 0,9% kommen ohne Button aus. Diese Anteile sind Werbedatensätze und werden nie zu den Produktdaten dazugezählt.

Methodik: wie diese Zahlen entstehen

  • Was beobachtet wird. Der ZIK Marketplace Index liest laufend Angebote auf eBay-Marktplätzen sowie Produkte und Shops bei Shopify aus und speichert zu jedem Datensatz Preis, Verkäufe und Zeitraum. Die deutschen Zahlen auf dieser Seite stammen ausschließlich aus dem Segment eBay.de und aus den Shopify-Shops mit Länderzuordnung Deutschland.
  • Der Zeitraum. Verkauft bedeutet immer: mindestens ein Verkauf in den 30 Tagen vor der Erhebung. Alle Erhebungen auf dieser Seite stammen vom 04.09.2026, und das ist auch das Datum, das in der Quellenangabe steht.
  • Warum die Angebotszahlen leicht auseinandergehen. Die Tabelle oben nennt 16.899.822 beobachtete Angebote, die gerundete Abdeckungsangabe in der Quellenangabe nennt 17 Mio., und der genauere Abdeckungsstand vom 05.09.2026 liegt bei 16.967.942. Alle drei messen dasselbe zu leicht verschiedenen Zeitpunkten. Auf einem Marktplatz kommen laufend Angebote dazu und fallen weg, deshalb wandert diese Zahl von Erhebung zu Erhebung.
  • Nur Anzahlen und Anteile. Diese Seite veröffentlicht bewusst keine Umsatzsummen pro Shop und keine Verkäufer-Rangliste. Der Produktindex kann dasselbe Produkt mehrfach enthalten, etwa über Varianten, und eine Summe pro Shop wird dadurch überhöht. Solange diese Bereinigung nicht geprüft ist, gibt es dazu keine Zahl von uns.
  • Kategoriesummen ohne Doppelzählung. Die Kategorietabelle enthält nur Hauptkategorien. Unterkategorien werden ausgewiesen, aber nie mitaddiert.

Was diese Zahlen nicht sind

Sie sind keine Vollerhebung. Der Index beobachtet einen sehr großen Ausschnitt von eBay.de und einen großen Teil der deutschen Shopify-Landschaft, aber niemand außerhalb von eBay und Shopify kennt die Grundgesamtheit. Jede Zahl hier ist deshalb korrekt als "beobachtet" zu lesen, und genau so ist sie auch formuliert.

Sie sind kein Marktumsatz. Der Umsatz des deutschen Onlinehandels insgesamt ist eine andere Größe, die aus Meldungen und Erhebungen bei Unternehmen entsteht. Wenn du diese Zahl suchst, sind das Statistische Bundesamt, der bevh und der Handelsverband Deutschland die richtigen Adressen. Die vier Quellen unten auf dieser Seite führen dorthin.

Sie sind keine Prognose. Es steht hier kein Wachstum, kein Trend und keine Hochrechnung, weil ein einzelner Erhebungsstichtag keine Zeitreihe ist. Sobald mehrere monatliche Stände vorliegen, wird daraus eine, und dann steht sie hier.

So zitierst du diese Zahlen

Damit eine Zahl von dieser Seite überprüfbar bleibt, gehören vier Angaben dazu: der Name des Index, die Abdeckung, das Erhebungsdatum und die Seite selbst. Ein vollständiges Zitat sieht so aus:

Auf eBay.de haben in 30 Tagen 61.298 beobachtete Verkäuferkonten mindestens einen Artikel verkauft. Quelle: ZIK Marketplace Index (ZMI), rund 17 Mio. beobachtete eBay.de-Angebote, Stand 04.09.2026.

Für die Kategorietabelle lautet der Satz, den wir selbst verwenden: Die Zahlen stammen aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der 17 Mio. beobachtete Listings auf eBay.de abdeckt, Stand 04.09.2026. Bitte immer mit Datum zitieren, weil die Werte monatlich neu erhoben werden.

Wer die Zahlen für eine Grafik verwendet, darf sie frei nachbauen. Wir bitten um einen Link auf diese Seite, damit Leser die Methode nachlesen können.

Was die Zahlen für dich als Verkäufer bedeuten

Wenn du in Deutschland verkaufen willst, stecken in den Tabellen drei praktische Antworten.

Der Marktplatz ist voller, aber er bringt Nachfrage mit. 61.298 aktive Verkäuferkonten sind eine Menge Konkurrenz. Dafür musst du dort keine Besucher einkaufen, während über die Hälfte der verkaufenden deutschen Shopify-Shops Meta-Anzeigen schaltet. Der Kostenblock verschiebt sich nur, er verschwindet nicht.

Die Kategorie entscheidet mehr als das Produkt. Zwischen 26,6% Abverkaufsquote bei Büchern und 83,9% bei Kosmetik liegt der Unterschied zwischen einem Lager, das steht, und einem, das sich dreht. Bevor du ein einzelnes Produkt prüfst, prüfe die Kategorie. Welche Zahlen dabei zählen und wie ein Marktplatzverkauf in Deutschland überhaupt abläuft, steht Schritt für Schritt in unserem Leitfaden dazu, wie du bei eBay verkaufst, und in der laufend aktualisierten Auswertung der meistverkauften Artikel auf eBay.de.

Rechne mit Gebühren, bevor du mit Umsatz rechnest. 45,29 € Durchschnittspreis klingen auskömmlich, bis Provision, fixe Gebühr, Versand und Einkauf abgezogen sind. Und bevor der erste Artikel online geht, steht in Deutschland die Frage nach der Gewerbeanmeldung: wer regelmäßig mit Gewinnabsicht verkauft, handelt gewerblich. Der Ablauf steht in unserem Leitfaden zur Gewerbeanmeldung für eBay und Dropshipping.

Diese Seite wird monatlich neu erhoben. Wenn du regelmäßig mit den Zahlen arbeitest, lohnt sich ein Blick auf das Änderungsdatum oben, bevor du sie weiterverwendest.

Häufige Fragen

Wie viele Verkäufer verkaufen aktiv auf eBay.de?

In den 30 Tagen vor dem 04.09.2026 haben 61.298 der beobachteten Verkäuferkonten auf eBay.de mindestens einen Artikel verkauft. Insgesamt umfasst die Erhebung 73.385 Verkäuferkonten. Die Zahl mischt private und gewerbliche Konten, weil beide auf demselben Marktplatz verkaufen.

Wie viele Shopify-Shops gibt es in Deutschland?

Der ZIK Marketplace Index beobachtet 5.912 Shopify-Shops mit Länderzuordnung Deutschland. 3.906 davon hatten in den 30 Tagen vor dem 04.09.2026 mindestens einen Verkauf. Das ist keine Zählung aller deutschen Shopify-Shops, sondern der beobachteten, und der Unterschied gehört zu jeder Zitierung dazu.

Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?

Aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der eigenen Datenbasis von ZIK Analytics. Der Index beobachtet laufend Angebote auf eBay-Marktplätzen, Produkte und Shops bei Shopify sowie Werbedatensätze bei Meta. Die Zahlen auf dieser Seite wurden am 04.09.2026 erhoben, die Abdeckungsangabe am 05.09.2026.

Darf ich diese Zahlen zitieren?

Ja, mit Quellenangabe. Nenne den ZIK Marketplace Index (ZMI), die Abdeckung, das Erhebungsdatum und verlinke diese Seite. Ein vollständiges Beispiel steht weiter unten im Abschnitt zum Zitieren.

Wie oft werden die Zahlen aktualisiert?

Monatlich. Bei jeder Aktualisierung wechseln die Werte und das Erhebungsdatum am Anfang der Tabellen, und das Änderungsdatum oben auf der Seite wird mitgezogen. Wer die Seite zitiert, sollte deshalb immer das Datum mitzitieren.

Warum steht hier kein Umsatz des gesamten deutschen Onlinehandels?

Weil der Index Marktplätze und Shops beobachtet und keine Umsätze von Unternehmen meldet. Marktzahlen für den deutschen Onlinehandel veröffentlichen das Statistische Bundesamt, der bevh und der HDE. Diese Seite ergänzt sie um die Verkäuferseite, die dort niemand misst.