Ratgeber

Gewerbe anmelden für eBay & Dropshipping: der Ablauf

Wer bei eBay regelmäßig verkauft oder Dropshipping startet, kommt an einem Behördengang nicht vorbei: der Gewerbeanmeldung. Die gute Nachricht: Der Ablauf ist kurz und folgt einer festen Reihenfolge, Gewerbeamt, Finanzamt, eBay-Konto. Dieser Ratgeber geht ihn Schritt für Schritt durch, mit den Paragraphen und Zahlen dahinter (Stand: 7. September 2026). Er erklärt den Ablauf und ordnet die Regeln ein, ersetzt aber keine Rechts- oder Steuerberatung: Für deinen konkreten Fall sind Steuerberatung und Anwalt die richtigen Adressen.

Wann wird Verkaufen bei eBay gewerblich?

Die Grenze verläuft nicht bei einer bestimmten Zahl von Verkäufen, sondern bei der Art des Verkaufens. Wer gelegentlich eigene, gebrauchte Dinge abgibt, verkauft privat. Wer selbständig, regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, handelt gewerblich, und genau dann greift die Anzeigepflicht des § 14 der Gewerbeordnung.

Eine feste Umsatzgrenze, unterhalb derer alles privat wäre, kennt die Gewerbeordnung dabei nicht: Es zählt die Art des Verkaufens, nicht die Summe. Wer den Keller leerräumt, bleibt auch bei einem teuren Einzelstück privat; wer jede Woche neu eingekaufte Ware einstellt, ist auch mit kleinen Beträgen gewerblich.

Weil die Anzeige mit dem Beginn des Betriebs fällig ist, entscheidet die Wahl des Modells hier auch über die Formalitäten: Welche Wege gewerblich sind und welche nach § 18 EStG freiberuflich bleiben können, vergleicht Passives Einkommen und Online-Business.

Der klarste Fall ist der Wiederverkauf: Wer Ware einkauft, um sie bei eBay weiterzuverkaufen, handelt gewerblich. So beschreibt es auch eBay selbst; das Verkäuferportal nennt als Fälle für ein gewerbliches Konto unter anderem den Kauf von Artikeln für den Wiederverkauf und das Verkaufen in größerem Umfang. Dropshipping fällt immer in diese Kategorie, denn es ist per Definition planvoller Handel mit Gewinnabsicht: Du bietest Ware an, die dein Lieferant erst nach der Bestellung an den Käufer versendet. Was das Modell im Ganzen bedeutet, erklärt der Überblick Was ist Dropshipping?

Auf den Verkaufskanal kommt es dabei nicht an. § 14 der Gewerbeordnung fragt nach dem Betrieb eines Gewerbes, nicht nach der Plattform: Ob du bei eBay verkaufst, einen eigenen Shopify-Shop betreibst oder deine Kunden über Meta-Anzeigen gewinnst, ändert an der Anzeigepflicht nichts. Dieser Ratgeber nennt eBay als Beispiel, weil dort die Pflichten rund um den Kontotyp am sichtbarsten sind; die Behördenschritte selbst sind für jeden Kanal dieselben.

Nebenerwerb ist keine Ausnahme

Die meisten, die diese Frage stellen, verkaufen neben einem Job. Genau daraus wird oft der Schluss gezogen, die Anmeldung sei erst fällig, wenn aus dem Nebenbei ein Hauptberuf wird. Das steht so nirgends. § 14 der Gewerbeordnung stellt auf den selbständigen Betrieb eines Gewerbes ab, nicht auf dessen Umfang und nicht darauf, wie viele Stunden in der Woche du dafür aufwendest. Ein Nebengewerbe wird deshalb genauso angemeldet wie ein Hauptgewerbe, im selben Formular, beim selben Amt.

Was sich im Nebenerwerb tatsächlich unterscheidet, liegt hinter der Anmeldung: Melde- und Zustimmungsfragen gegenüber deinem Arbeitgeber, die Einstufung bei der Krankenkasse und die steuerliche Behandlung des zusätzlichen Gewinns. Diese Punkte hängen an deinem Arbeitsvertrag und deiner Versicherung, nicht am Gewerberecht, und sie gehören in ein Gespräch mit deiner Steuerberatung, nicht in einen Ratgeber.

Die 2.000-€-Grenze ist keine Freigrenze

Verlass dich dabei nicht darauf, unbemerkt zu bleiben. Nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz melden Plattformen wie eBay Verkäuferdaten an die Steuerbehörden; ausgenommen sind nur Anbieter mit weniger als 30 Verkäufen und weniger als 2.000 € Vergütung im Meldezeitraum (§ 4 PStTG). Die Frage ist also nicht, ob das Finanzamt von regelmäßigen Verkäufen erfährt, sondern nur, ob deine Anmeldung dann schon erledigt war.

Diese 2.000 € kursieren in Verkäuferforen hartnäckig als Freibetrag, bis zu dem man angeblich anmeldefrei handeln dürfe. Das ist falsch, und der Irrtum ist teuer. Die Zahl steht im Plattformen-Steuertransparenzgesetz und regelt ausschließlich, ab wann die Plattform dich melden muss. Sie sagt nichts darüber, ob du Steuern schuldest, und sie sagt erst recht nichts darüber, ob du ein Gewerbe anmelden musst: Diese Pflicht folgt allein aus § 14 der Gewerbeordnung und kennt keine Betragsgrenze. Wer 40 Artikel für zusammen 900 € weiterverkauft, wird vielleicht nicht gemeldet und handelt trotzdem gewerblich.

Schritt 1: die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt

Die Rechtsgrundlage ist eindeutig: Wer den selbständigen Betrieb eines stehenden Gewerbes anfängt, muss dies der zuständigen Behörde gleichzeitig anzeigen, so steht es in § 14 der Gewerbeordnung. „Gleichzeitig“ heißt: beim Start, nicht nach den ersten hundert Verkäufen. Zuständig ist das Gewerbeamt der Gemeinde, in der dein Betrieb sitzt, beim Verkauf vom Schreibtisch aus also in der Regel dein Wohnort.

Der Vorgang selbst ist unspektakulär: ein Formular mit Angaben zu Person und Tätigkeit, dazu ein gültiges Ausweisdokument. Als Tätigkeit genügt für eBay-Handel und Dropshipping eine ehrliche, allgemeine Beschreibung, etwa Onlinehandel mit Waren verschiedener Art. Viele Gemeinden bieten die Anmeldung inzwischen online an.

Was die Anmeldung kostet

Die Gebühr legt deine Gemeinde fest. Das ist keine Floskel, mit der sich Ratgeber um eine Zahl drücken, sondern ein Unterschied, den du im Geldbeutel merkst: Zwischen der günstigsten und der teuersten Angabe in der folgenden Tabelle liegt der Faktor vier. Drei offizielle Stadtportale, alle am 7. September 2026 gelesen:

OrtGebühr für die Gewerbeanmeldung
Berlin26,00 € je Einzel-Gewerbe, 15,00 € im elektronischen Verfahren
Köln26 € je Gewerbeanmeldung, online zum selben Betrag
München50 bis 60 €, abhängig von der Rechtsform, online möglich

Zwei Dinge lassen sich daraus mitnehmen. Erstens: Wo deine Gemeinde einen elektronischen Weg anbietet, kann er billiger sein, muss es aber nicht. Berlin belohnt die Onlineanmeldung mit 11,00 € Ersparnis, Köln verlangt auch online denselben Betrag. Zweitens: Auch der teuerste dieser Werte bleibt eine Verwaltungsgebühr und kein Investitionsbetrag. Den für dich gültigen Betrag nennt die Seite deines Gewerbeamts, und nur die ist verbindlich; die drei Zahlen oben zeigen die Größenordnung, nicht deinen Fall.

Die Abmeldung kann übrigens gebührenfrei sein: In Köln ist sie es. Wer also ausprobieren will, ob der eBay-Handel trägt, und später wieder aussteigt, zahlt zumindest dort nicht noch einmal.

Schritt 2: der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Mit der Gewerbeanmeldung ist der Staat noch nicht fertig mit dir, denn das Finanzamt braucht eigene Angaben. Die Abgabenordnung verlangt zweierlei: Die Eröffnung eines gewerblichen Betriebs ist der Gemeinde mitzuteilen, und dem Finanzamt sind darüber hinaus Auskünfte über die für die Besteuerung erheblichen Verhältnisse zu erteilen, elektronisch und innerhalb eines Monats nach dem Start (§ 138 AO).

Das Werkzeug dafür ist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, den du als Einzelunternehmer elektronisch über ELSTER einreichst. Gefragt wird nach den für die Besteuerung erheblichen Verhältnissen, von deiner Tätigkeit bis zu deinen erwarteten Umsätzen. Zwei Angaben verdienen besondere Sorgfalt, weil sie Weichen stellen: die Schätzung deiner Umsätze und die Entscheidung zur Kleinunternehmerregelung im nächsten Abschnitt. Wer hier unsicher ist, holt sich vor dem Absenden eine Steuerberatung dazu; das ist der Moment, in dem sie am meisten wert ist.

Die Kleinunternehmerregelung: 25.000 € und 100.000 €

Für die Umsatzsteuer gibt es eine Vereinfachung, die für viele Einsteiger relevant ist: die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Deine Umsätze sind danach steuerfrei, wenn dein Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 € nicht überschreitet (Stand: 07.09.2026). Für das Gründungsjahr, in dem es noch kein Vorjahr gibt, gelten eigene Anwendungsregeln; lass dir die Anwendung auf deinen Fall von einer Steuerberatung erklären, bevor du den Fragebogen absendest.

Damit die 25.000 € nicht abstrakt bleiben, hilft eine Größenordnung: Der durchschnittliche Artikelpreis der beobachteten Listings auf eBay.de liegt bei 45,29 €. Wer auf diesem Niveau verkauft, wäre also bei rund 550 Verkäufen im Jahr an der Vorjahresgrenze, gut 45 im Monat. Die Zahlen stammen aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der 17 Mio. beobachtete Listings auf eBay.de abdeckt, Stand 04.09.2026. Das ist eine Orientierung, keine Berechnung: Dein Sortiment, deine Preise und die Frage, was überhaupt in den Gesamtumsatz zählt, entscheiden deinen Fall, und Letzteres gehört zur Steuerberatung.

Zwei Warnungen gehören dazu. Erstens: Diese Werte gelten in dieser Form seit der Neufassung des § 19 UStG durch das Jahressteuergesetz 2024; ältere Ratgeber nennen noch andere Grenzen. Verbindlich ist der aktuelle Gesetzestext. Zweitens: Die Regelung endet nicht erst zum Jahreswechsel. Überschreitet dein Umsatz die 100.000 € im laufenden Jahr, fällt die Steuerfreiheit noch im selben Jahr weg; wie der Übergang im Detail abläuft und ob ein freiwilliger Verzicht auf die Regelung für dich günstiger ist, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Gerade beim Dropshipping mit Lieferanten im Ausland wird die Umsatzsteuer schnell komplex, unabhängig von der Kleinunternehmerfrage. Welche Pflichten für gewerbliche Onlinehändler außerdem gelten, vom Widerrufsrecht bis zur Produktsicherheit, steht im Ratgeber Ist Dropshipping legal?

Welche Steuern danach wichtig werden

Drei Steuerarten solltest du nach der Anmeldung auf dem Zettel haben:

  • Umsatzsteuer, sofern die Kleinunternehmerregelung nicht greift oder du auf sie verzichtest.
  • Einkommensteuer: Dein Gewinn aus dem Gewerbe gehört in deine Einkommensteuererklärung, auch im Nebenerwerb.
  • Gewerbesteuer: Für Einzelunternehmer und Personengesellschaften gilt ein Freibetrag von 24.500 € auf den Gewerbeertrag (§ 11 GewStG). Unterhalb davon fällt keine Gewerbesteuer an; die Pflicht zur Anmeldung des Gewerbes bleibt davon unberührt.

Die ehrliche Zusammenfassung: Für kleine Händler sind diese Pflichten überschaubar, aber sie sind individuell. Ein kurzes Gespräch mit einer Steuerberatung zu Beginn kostet weniger als eine Nachforderung nach zwei Jahren.

Schritt 3: das gewerbliche eBay-Konto und die Verifizierung

Parallel zur Behördenseite stellt auch eBay Anforderungen. Für gewerbliches Verkaufen brauchst du ein gewerbliches eBay-Konto mit deinen Unternehmensdaten; das Verkäuferportal beschreibt die Kontoeröffnung Schritt für Schritt. Dazu kommt eine Hürde, die du zeitlich einplanen solltest: Neue gewerbliche Verkäufer in der EU können laut eBay erst dann Artikel einstellen, wenn sie die Verifizierung bestanden haben; geprüft werden dabei unter anderem persönliche Daten und Bankverbindung.

Melde dein Gewerbe also an, bevor du das eBay-Konto aufsetzt, dann hast du die Angaben für die Verifizierung bereits zur Hand.

Eine Kostenfrage wird hier regelmäßig verwechselt: Die Gebühr aus Schritt 1 geht an deine Gemeinde, nicht an eBay. Was gewerbliches Verkaufen bei eBay kostet, sind die Verkaufsgebühren, also die Verkaufsprovision je Kategorie, die Angebotsgebühren und, wenn du eines abschließt, das Shop-Abonnement. Diese beiden Rechnungen haben nichts miteinander zu tun und fallen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an.

Wie es nach der Kontoeröffnung weitergeht, vom ersten Angebot bis zum Verkaufslimit, steht im Guide Bei eBay verkaufen; welche Gebühren auf gewerbliche Verkäufer zukommen, zeigt der Überblick zu den eBay-Gebühren.

Ohne Gewerbe verkaufen: die Risiken

Was passiert, wenn man den Behördenteil einfach auslässt? Kurzfristig oft nichts, und genau das macht die Abkürzung teuer. Drei Risiken laufen im Hintergrund mit:

  • Abmahnungen. Der deutsche Onlinehandel wird von Wettbewerbern scharf beobachtet. Wer gewerblich handelt, aber als privater Verkäufer auftritt, dem fehlen zwangsläufig die gewerblichen Pflichtangaben wie Impressum und Widerrufsbelehrung, und genau daran setzen Abmahnungen an.
  • Steuerliche Nachforderungen. Rechnet das Finanzamt die Verkäufe später zusammen, werden Steuern für die Vergangenheit fällig, unter Umständen für mehrere Jahre auf einmal. Über die Plattformmeldungen nach dem PStTG liegen die Daten dafür bereits vor.
  • Ärger mit der Plattform. eBay verlangt für den Wiederverkauf ausdrücklich ein gewerbliches Konto; wer dauerhaft im falschen Kontotyp verkauft, verstößt damit gegen die Regeln der Plattform.

Die Gewerbeanmeldung kostet eine kleine Gebühr und einen Nachmittag; die Nachholvariante kostet Nerven und häufig deutlich mehr Geld.

Der Ablauf auf einen Blick

Die Reihenfolge ist kein Vorschlag, sondern ergibt sich aus den Fristen und daraus, dass jeder Schritt die Angaben des vorherigen braucht. Wer die eBay-Verifizierung vor die Gewerbeanmeldung schiebt, wartet zweimal.

SchrittFrist
Einordnen: regelmäßiger Verkauf mit Gewinnabsicht ist gewerblich (§ 14 GewO)vor dem ersten Verkauf
Gewerbe beim Gewerbeamt deiner Gemeinde anmelden (§ 14 GewO)beim Start des Betriebs
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER (§ 138 AO)innerhalb eines Monats nach dem Start
Kleinunternehmerregelung entscheiden, 25.000 € Vorjahr und 100.000 € laufendes Jahr (§ 19 UStG)mit dem Fragebogen
Gewerbliches eBay-Konto eröffnen und Verifizierung bestehen (eBay-Grundsätze)vor dem ersten Angebot

Stand aller Angaben: 7. September 2026.

Danach beginnt der eigentliche Teil des Geschäfts: entscheiden, was du verkaufst. Wie du Produkte mit belegter Nachfrage findest, statt zu raten, steht im Ratgeber Dropshipping-Produkte finden, und wie du den deutschen Marktplatz einstellst, ein Produkt prüfst und die Marge rechnest, zeigt der eBay-Dropshipping-Guide für Deutschland. Und noch einmal, weil es der wichtigste Satz dieser Seite ist: Dies ist eine Einordnung mit Stand vom 7. September 2026, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Muss ich für eBay ein Gewerbe anmelden?

Nicht für den gelegentlichen Verkauf eigener, gebrauchter Dinge. Wer aber regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, etwa gezielt Ware einkauft, um sie weiterzuverkaufen, handelt gewerblich und muss das nach § 14 der Gewerbeordnung anzeigen. Dropshipping ist immer gewerblicher Handel; hier gehört die Anmeldung an den Anfang.

Was kostet die Gewerbeanmeldung?

Die Gebühr legt deine Gemeinde fest, sie unterscheidet sich also von Ort zu Ort, und zwar deutlich. Drei Beispiele mit Stand vom 07.09.2026: Berlin verlangt 26,00 € vor Ort und 15,00 € im elektronischen Verfahren, Köln 26 € pro Gewerbeanmeldung, München 50 bis 60 € je nach Rechtsform. Den genauen Betrag für deinen Ort nennt die Seite deines Gewerbeamts oder das Serviceportal deiner Stadt.

Was kostet ein gewerbliches eBay-Konto?

Die Gebühr für die Gewerbeanmeldung geht an deine Gemeinde, nicht an eBay, und beides gehört getrennt gedacht. Was gewerbliches Verkaufen bei eBay kostet, sind die Verkaufsgebühren: Verkaufsprovision je Kategorie, Angebotsgebühren und optional ein Shop-Abonnement. Die Zahlen dazu stehen im Überblick zu den eBay-Gebühren.

Muss ich auch für ein Nebengewerbe ein Gewerbe anmelden?

Ja. § 14 der Gewerbeordnung stellt auf den selbständigen Betrieb eines Gewerbes ab und macht keine Ausnahme für den kleinen Umfang oder den Nebenerwerb. Wer neben einem Job regelmäßig mit Gewinnabsicht bei eBay verkauft, meldet also genauso an wie jemand, der davon lebt. Was sich im Nebenerwerb unterscheidet, sind die Folgen bei Arbeitgeber, Krankenkasse und Steuer, und die klärst du im Einzelfall mit einer Steuerberatung.

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Eine Vereinfachung bei der Umsatzsteuer nach § 19 UStG: Deine Umsätze sind steuerfrei, wenn dein Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 € nicht überschreitet (Stand: 07.09.2026). Ob die Regelung für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Fall ab; kläre die Entscheidung mit einer Steuerberatung.

Erfährt das Finanzamt von meinen eBay-Verkäufen?

Davon solltest du ausgehen. Nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz melden Plattformen wie eBay Verkäuferdaten an die Steuerbehörden; ausgenommen sind nur Verkäufer mit weniger als 30 Verkäufen und weniger als 2.000 € Vergütung im Meldezeitraum. Wer gewerblich handelt, ohne angemeldet zu sein, riskiert also Nachfragen und Nachforderungen.

Brauche ich für die Anmeldung einen Steuerberater?

Für die Gewerbeanmeldung selbst nicht, sie ist ein einfaches Formular. Spätestens beim Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und bei der Entscheidung über die Kleinunternehmerregelung lohnt sich eine Steuerberatung aber, denn diese Weichen wirken lange nach. Dieser Ratgeber erklärt den Ablauf und ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall.