Terapeak auf eBay.de: das Tool heißt hier Produktrecherche
Wer auf Deutsch nach Terapeak sucht, sucht meistens nach einem Wort, das im eigenen eBay-Konto gar nicht vorkommt. eBay.de nennt das Tool schlicht Produktrecherche, es sitzt im Tab Marktanalyse des Verkäufer-Cockpit Pro, und der Name Terapeak überlebt nur noch in der Adresse der Hilfeseite und in englischsprachigen Videos. Das ist keine Kleinigkeit: Der erste Schritt zu eBays eigener Produktrecherche ist, zu wissen, wie sie auf Deutsch heißt.
Der zweite Schritt ist, sie richtig zu lesen. Zwei Einschränkungen stehen auf eBays eigener Hilfeseite, beide leicht zu übersehen: Die Verkaufsrate gilt für einen viel kürzeren Zeitraum als der Trend daneben, und die Suche zählt nur exakte Treffer, was ausgerechnet bei deutschen Komposita zu falschen Durchschnitten führt.
Dieser Text macht beides: Er ordnet das Gratis-Tool des Marktplatzes ehrlich ein, statt es schlechtzureden, und zeigt, wo es aufhört und wann sich ein Tool wie ZIK Analytics daneben lohnt.
Terapeak heißt auf eBay.de Produktrecherche
Den Namen Terapeak führt eBay.de heute nur noch in der Adresse seiner Hilfeseite. Die Seite selbst, der Tab und die Funktion heißen anders. So findest du sie:
- Öffne das Verkäufer-Cockpit Pro, den zentralen Verkaufsbereich deines Kontos.
- Wechsle in den Tab Marktanalyse, direkt erreichbar über ebay.de/sh/research.
- Dort heißt das Tool Produktrecherche. Laut eBay stehen die Auswertungen auch in den mobilen eBay-Apps zur Verfügung.
Das Verkäufer-Cockpit Pro selbst beschreibt eBay als kostenlos: Es bündelt die Verkaufstools an einem Ort und steht privaten wie gewerblichen Verkäufern offen. Wer also gerade erst anfängt, bei eBay zu verkaufen, bekommt den Kern der Produktrecherche ohne Abo.
Eine Unterscheidung ist trotzdem wichtig, weil sie regelmäßig verwechselt wird. Das, was englischsprachige Artikel unter Terapeak zusammenfassen, besteht auf eBay.de aus zwei getrennten Funktionen:
- Produktrecherche: die eigentliche Verkaufsdaten-Recherche, verfügbar für Verkäufer mit Zugang zum Verkäufer-Cockpit Pro, ohne zusätzliche Kosten.
- Insights zur Warenbeschaffung: die Beschaffungsseite. Sie zeigt anhand verkaufter Einzelartikel, was vorrätig und was nicht mehr vorrätig ist, und welche Kategorien hohe Nachfrage bei geringem Warenbestand haben. Diese Funktion steht gewerblichen Verkäufern mit einem eBay-Shop-Abonnement ab dem Basis-Shop zur Verfügung.
Für dich heißt das: Die Frage "ist Terapeak kostenlos" hat in Deutschland zwei Antworten, und welche gilt, hängt davon ab, ob du privat oder gewerblich verkaufst und ob du ein Shop-Abonnement hast. Was die einzelnen Shop-Pakete kosten und ab welchem Angebotsvolumen sie sich rechnen, steht im Guide zu den eBay-Gebühren.
Was die Produktrecherche zeigt
Der Datenbestand ist das große Argument: Es sind eBays eigene Verkaufsdaten, auf Wunsch bis zu drei Jahre zurück. Zu einer Suchanfrage zeigt das Tool laut eBays Hilfeseite:
- Verkaufstrends im gewählten Zeitraum
- den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Spanne der Verkaufspreise
- durchschnittliche Versandkosten und die Zahl der Angebote mit kostenlosem Versand
- die Verkaufsrate
- die Gesamtzahl der Verkäufer, die den Artikel verkauft haben
- das Angebotsformat, in dem die Artikel verkauft wurden
Dazu kommen ordentliche Filter: Zeiträume von einem Tag bis zu drei Jahren, Kategorien samt dynamischer Unterfilter, Artikelzustand, Marke, Farbe, Käufer- und Verkäuferstandort, Verkaufspreisspannen, Angebotsformat und die Suche per EPID, EAN oder ISBN. Auch der eBay-Marktplatz selbst ist ein Filter, und genau das ist für deutsche Verkäufer mehr wert, als es klingt: Du kannst aus dem deutschen Cockpit heraus prüfen, ob ein Produkt auf eBay.com anders läuft als auf eBay.de, bevor du entscheidest, ob du im Inland verkaufst oder exportierst.
Für zwei Fragen ist das richtig stark. Erstens Preisfindung: Bevor du einen Artikel einstellst, siehst du, wofür er tatsächlich verkauft wurde, nicht, wofür andere ihn anbieten. eBay rechnet dabei den tatsächlich erzielten Preis, auch wenn ein Preisvorschlag akzeptiert wurde. Zweitens Saisonalität: Drei Jahre Historie zeigen, ob ein Produkt im Dezember explodiert und im Februar stirbt, bevor du Ware dafür einplanst.
Die zwei Grenzen, die auf eBays eigener Hilfeseite stehen
Beide sind dokumentiert, beide werden ständig übersehen, und beide verändern, wie du die Zahlen liest.
Die Verkaufsrate steht unter einem 90-Tage-Vorbehalt. In der Aufzählung auf der Hilfeseite steht hinter der Verkaufsrate ein Klammerzusatz: bei Suchanfragen zu Artikeln, die in den letzten 90 Tagen verkauft wurden. Der Trend daneben reicht bis zu drei Jahre zurück. Die wichtigste Entscheidungszahl des Tools und die Kurve darüber beantworten also nicht dieselbe Frage, und wer eine Dreijahres-Auswertung öffnet und die Verkaufsrate als Dreijahres-Wert liest, hat sich schon verrechnet.
Die Suche zählt nur exakte Treffer, und das trifft Deutsch härter als Englisch. eBay beschreibt die Logik so: Ein Angebot oder ein Verkauf muss im Allgemeinen exakt mit deinen Suchbegriffen und Parametern übereinstimmen, um in die Ergebnisse einzufließen, und mehrere Wörter werden mit UND verknüpft. Im Englischen ist das eine kleine Unbequemlichkeit. Im Deutschen zerlegt sie Märkte, weil dasselbe Produkt drei zulässige Schreibweisen hat: Handyhülle, Handy-Hülle und Handy Hülle, dazu das Synonym Schutzhülle. Für eine Suche, die exakte Treffer zählt, ist jede Schreibweise ein eigener Markt mit eigenem Durchschnittspreis und eigener Verkaufsrate. Wer nur eine davon auswertet, misst einen Ausschnitt und hält ihn für das Ganze.
Die Werkzeuge dagegen liefert eBay mit und dokumentiert sie auf derselben Seite: Alternativen verknüpfst du mit OR, in eBays eigenem Beispiel "iPhone XS Max AND (64GB OR 256GB)", Störbegriffe schließt du mit einem Minuszeichen oder AND NOT aus, und für Markenartikel ist die Suche per EAN, ISBN oder EPID ohnehin sauberer als jede Wortsuche. Nur muss man wissen, dass man sie braucht.
Eine dritte, kleinere Einschränkung nennt eBay ebenfalls selbst: Einzelne Angebote lassen sich aus den Ergebnissen heraus nicht mehr öffnen, weil sie entfernt oder auf nicht verfügbar gesetzt wurden. Angebote, die in den letzten 90 Tagen verkauft wurden oder gerade aktiv sind, öffnen sich dagegen normal.
So liest du die Zahlen richtig
Drei Praxisregeln, die aus den Grenzen oben folgen:
Verkaufspreis schlägt Angebotspreis. Der Durchschnittspreis in der Produktrecherche stammt aus abgeschlossenen Verkäufen. Vergleich ihn mit dem, was aktive Angebote gerade verlangen: Liegt der typische Verkaufspreis deutlich darunter, verkauft sich die Ware real billiger, als der Markt aussieht.
Die Verkaufsrate zeigt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Viele Verkäufe allein sagen wenig, wenn zehnmal so viele Angebote leer ausgehen. Erst die Verkaufsrate macht aus einer großen Zahl ein Urteil: Wird hier gekauft, oder wird hier nur eingestellt? Und sie gilt für die letzten 90 Tage, nicht für den Zeitraum, den du oben eingestellt hast.
Schärfe die Suche, bevor du ihr glaubst. Ohne Ausschlüsse mischt eine Suche nach einem Produktbegriff Zubehör, Defekt-Artikel und Varianten in denselben Durchschnitt. Das folgt direkt aus der UND-Logik: Weil jedes Angebot zählt, dessen Titel alle deine Wörter enthält, landen bei "iPhone Hülle" auch Sets und Bundles im selben Durchschnitt, in denen die Hülle nur eine Zugabe ist. "iPhone Hülle -Set -Bundle", eingegrenzt auf die passende Kategorie und den Artikelzustand, misst etwas anderes. Der Unterschied zwischen beiden Auswertungen ist oft größer als der Unterschied zwischen zwei Produkten.
Der Marktplatz-Filter: eBay.de oder doch eBay.com?
Ein Filter in der Liste bereitet eine Entscheidung vor, die viele deutsche Verkäufer früher oder später treffen: im Inland verkaufen oder auf einem anderen eBay-Marktplatz. Der Marktplatz ist nämlich ein Suchfilter wie Kategorie oder Artikelzustand. Du kannst also denselben Suchbegriff zweimal auswerten, einmal mit eBay.de und einmal mit eBay.com, und die beiden Bilder nebeneinanderlegen: durchschnittlicher Verkaufspreis, Preisspanne, Zahl der Verkäufer, Verkaufsrate.
Zwei Dinge dabei nicht vergessen. Erstens musst du den Suchbegriff mitübersetzen. Die Angebote auf eBay.com tragen englische Titel, und weil die Suche exakte Treffer zählt, findet eine deutsche Wortsuche dort kaum etwas, auch wenn das Produkt gut läuft. Zweitens beantwortet der Vergleich nur die Nachfrageseite. Was der Export kostet, steckt nicht im Tool: Versand, Retouren über die Grenze, die Zollabwicklung und die steuerliche Behandlung entscheiden am Ende, ob der höhere Preis auf dem anderen Marktplatz ein höherer Gewinn ist. Die Gebührenseite rechnest du mit den eBay-Gebühren nach.
Trotzdem ist es die billigste Vorabprüfung, die du hast: zwei Suchen, fünf Minuten, und du weißt, ob die Frage überhaupt eine ist.
Was Terapeak gut kann
Die ehrliche Liste der Stärken, ohne Abstriche:
- Es sind eBays eigene Daten. Keine Schätzung, keine Hochrechnung von außen, sondern die Verkaufshistorie des Marktplatzes selbst.
- Drei Jahre Rückblick. Für Saisonmuster und Preisentwicklungen ist diese Tiefe wertvoll, gerade bei Produkten mit klaren Jahreszyklen.
- Ohne Zusatzkosten nutzbar. Für den Einstieg gibt es keinen Grund, die Produktrecherche nicht zu benutzen; sie ist im Verkäufer-Cockpit Pro bereits da.
- Direkt im Verkaufsalltag verankert. Du recherchierst dort, wo du ohnehin deine Angebote und Bestellungen verwaltest, auch mobil.
Wenn ein kostenloses Bordmittel diese Fragen beantwortet, sollte man das klar sagen. Wer die Produktrecherche ignoriert, verschenkt Daten, die der Marktplatz freiwillig herausgibt.
Wo Terapeak strukturell aufhört
Die Grenzen sind keine versteckten Mängel, sondern Design: eBay hat ein Analyse-Tool für den eigenen Marktplatz gebaut, keinen Dropshipping-Arbeitsplatz. Vier Grenzen bestimmen die Praxis.
Terapeak kennt nur eBay. Alles, was du siehst, beginnt und endet auf dem Marktplatz. Ob dasselbe Produkt in Shopify-Shops läuft, ob jemand dafür Anzeigen auf Facebook oder Instagram schaltet, welcher Lieferant es führt: Diese Fragen liegen außerhalb des Tools.
Kein Lieferantenabgleich, keine Margenrechnung. Die Produktrecherche zeigt Verkaufspreise, aber sie verbindet sie mit keiner Einkaufsseite. Den Abgleich mit AliExpress, Alibaba oder anderen Quellen und die Rechnung aus Verkaufspreis, Einkaufspreis und eBay-Gebühren machst du woanders oder von Hand. Wie man Lieferanten für Dropshipping prüft, steht in einem eigenen Guide, weil in Deutschland Regeln daran hängen, die kein Analyse-Tool kennt.
Wettbewerber nur als Summe. Du siehst die Gesamtzahl der Verkäufer zu einer Suche, aber nicht das Sortiment eines konkreten Shops: was ein bestimmter Verkäufer listet, was davon sich verkauft und was er zuletzt neu eingestellt hat. Genau diese Einzelansicht ist aber der schnellste Weg, von erfolgreichen Shops zu lernen. Google spielt zur deutschen Suche nach der eBay-Produktrecherche denn auch die verwandte Frage aus, wie man bei eBay bestimmte Verkäufer findet.
Historie statt Handlungsliste. Drei Jahre Rückblick sind stark für Trends, doch für Dropshipping zählt der aktive Markt: Angebote, die jetzt laufen, lieferbar sind und sich in den letzten Wochen verkauft haben.
Terapeak und ZIK Analytics: die Arbeitsteilung
Die Frage ist nicht, welches Tool das andere ersetzt, sondern welche Arbeit welches Tool erledigt. ZIK Analytics ist eine Multi-Channel-Plattform für Produktrecherche: Erstanbieter-Verkaufsdaten von eBay, Umsatzschätzungen zu Shopify-Shops, Anzeigendaten von Meta (Facebook und Instagram) und Lieferantenabgleich. eBay.de gehört zu den unterstützten Marktplätzen: Für den deutschen Marktplatz erfasst der ZIK Marketplace Index (ZMI) 17 Mio. beobachtete Listings auf eBay.de, Stand 04.09.2026. Welche vier Werte die Produktrecherche für eBay.de zu einem Suchbegriff ausweist und in welcher Reihenfolge sie zu lesen sind, steht auf der Seite zum Werkzeug.
Der wichtigste Unterschied ist kein Funktionsvergleich, sondern ein Zeitfenster. ZIK verfolgt nur aktive und GTC-Angebote, die in den letzten 7, 14, 21 oder 30 Tagen mindestens einmal verkauft wurden; beendete, nicht mehr vorrätige Angebote bleiben außen vor. Das hat eine ehrliche Konsequenz, die ZIKs Support selbst so beschreibt: Für dasselbe Produkt kann ZIK weniger verkaufte Stück ausweisen als Terapeak, weil Terapeak auch beendete Angebote mitzählt. Beides ist richtig, es beantwortet nur verschiedene Fragen. Was war? gegen Was läuft gerade und ließe sich nachbauen?
| Frage des Verkäufers | Produktrecherche (Terapeak) | ZIK Analytics |
|---|---|---|
| Woher kommen die Daten? | eBays eigene Verkaufsdaten | eigene Erhebung des aktiven eBay-Marktes, ZMI |
| Welcher Zeitraum? | bis zu 3 Jahre; Verkaufsrate nur für Artikel, die in den letzten 90 Tagen verkauft wurden | 7, 14, 21 oder 30 Tage, nur aktive und vorrätige Angebote |
| Was kostet es? | im Verkäufer-Cockpit Pro enthalten; Insights zur Warenbeschaffung nur mit Shop-Abo ab Basis-Shop | kostenpflichtig, Einstieg über die 1$ Testphase |
| Einzelnen Wettbewerber analysieren? | nein, nur die Gesamtzahl der Verkäufer je Suche | eBay Competitor Research Tool über die Verkäufer-ID: Sell-Through, aktive Angebote, verkaufte Artikel, Umsatz, Watchlist, CSV-Export |
| Lieferant und Marge? | nicht Teil des Funktionsumfangs | für eBay.de AliExpress und Alibaba, Amazon.de über die Quick Settings |
| Andere Kanäle? | nur eBay | Umsatzschätzungen zu Shopify-Shops, Anzeigendaten von Meta |
| Sprache der Oberfläche | Deutsch | Englisch, Marktplatz eBay Deutschland in den Quick Settings |
Konkret ergänzt ZIK die Punkte, an denen die Produktrecherche aufhört:
- Der aktive Markt statt der Historie: Sell-Through, verkaufte Artikel und Durchschnittspreis für Angebote, die jetzt laufen. So findest du Produkte, die aktuell Nachfrage haben, nicht vor zwei Jahren; die Methode dahinter steht im Guide zum Finden von Dropshipping-Produkten. Welche Artikel auf eBay.de gerade wirklich laufen, zeigt außerdem unser Report zu den meistverkauften Artikeln bei eBay.
- Der einzelne Wettbewerber: Über die Verkäufer-ID analysierst du einen konkreten Shop mit dem eBay Competitor Research Tool, mit Sell-Through, aktiven Angeboten, verkauften Artikeln und Umsatz über 7, 14, 21 oder 30 Tage, dazu Watchlist und CSV-Export. Wie du so einen Shop liest und was auf eBay.de eine gute Abverkaufsquote ist, steht auf der Seite zur Konkurrenzanalyse bei eBay.
- Lieferantenabgleich für die Marge: Für die Recherche auf eBay.de sind AliExpress und Alibaba als Quellen integriert, Amazon.de lässt sich in den Quick Settings der Produktrecherche-Einstellungen wählen. Verkaufspreis und Einkaufspreis stehen damit nebeneinander, bevor du einstellst.
- Werkzeuge über die Analyse hinaus: ein eBay Title Builder, der Angebotstitel aus Long-Tail- und generischen Keywords mit ihren Suchvolumina zusammensetzt (was dieser Bildschirm zeigt und was nicht, steht auf der Seite zum Bauen von eBay-Titeln in 80 Zeichen), und mit Autopilot eine automatisierte Suche, die eBay-Verkäufe nach deinen Filtern für Volumen, Preis, Wettbewerb und Zeitraum durchgeht und Dubletten aussortiert.
Und die ehrliche Gegenrichtung gehört ebenfalls hierher: Wer gelegentlich privat verkauft und nur wissen will, was ein gebrauchtes Objektiv wert ist, braucht kein Abo. Dafür ist die Produktrecherche da, und dafür ist sie gut.
Wer welches Werkzeug braucht
Du verkaufst privat und räumst den Keller auf. Die Produktrecherche reicht vollständig. Preisspanne und Verkaufsrate beantworten deine Frage, und der Beschaffungs-Teil, der dir fehlt, ist für dich ohnehin ohne Nutzen.
Du verkaufst gewerblich mit Shop-Abonnement. Du hast beide Hälften: Produktrecherche und Insights zur Warenbeschaffung, also auch den Blick auf Kategorien mit hoher Nachfrage und geringem Warenbestand. Der offene Punkt bleibt der einzelne Wettbewerber, und der ist bei wachsendem Sortiment der teuerste blinde Fleck.
Du baust ein Dropshipping-Geschäft auf. Hier stößt du an alle vier Grenzen oben, und zwar nicht irgendwann, sondern beim ersten Produkt, dessen Marge du rechnen willst. Falls dir das Geschäftsmodell selbst noch neu ist, lies zuerst, was Dropshipping grundsätzlich ist; die deutschen Regeln dazu stehen im Guide über Dropshipping und Recht.
Das Fazit: erst das Gratis-Tool ausreizen, dann gezielt erweitern
Die Empfehlung ist unspektakulär: Nutz die Produktrecherche. Sie kostet nichts, liefert eBays eigene Verkaufshistorie und beantwortet Preis- und Saisonfragen besser als jedes Bauchgefühl. Nur lies sie richtig, mit dem 90-Tage-Fenster der Verkaufsrate im Kopf und mit Suchbegriffen, die deutsche Schreibvarianten zusammenfassen statt sie zu trennen.
Ab dem Punkt, an dem du Margen rechnest und Wettbewerber einzeln verstehen willst, ist die Kombination der pragmatische Weg: die Produktrecherche für den kostenlosen Blick zurück, ZIK Analytics für den Workflow nach vorn, von der Nischensuche über den Wettbewerber-Check und den Lieferantenabgleich bis zur Margenrechnung. Mit der 1$ Testphase prüfst du selbst, ob dir dieser Workflow die Arbeit spart, die er verspricht.
Häufige Fragen
Heißt Terapeak auf eBay.de anders?
Ja. eBay.de nennt das Tool Produktrecherche. Du findest es im Marktanalyse-Tab des Verkäufer-Cockpit Pro, erreichbar über ebay.de/sh/research, und in den mobilen eBay-Apps. Der Name Terapeak überlebt nur noch in der Adresse der Hilfeseite und in englischsprachigen Videos, nicht in der deutschen Oberfläche.
Ist Terapeak kostenlos?
Die Produktrecherche steht Verkäufern mit Zugang zum Verkäufer-Cockpit Pro zur Verfügung, und das Verkäufer-Cockpit Pro beschreibt eBay als kostenlos, für private wie gewerbliche Verkäufer. Eine Ausnahme gibt es: Die Funktion Insights zur Warenbeschaffung steht gewerblichen Verkäufern mit einem eBay-Shop-Abonnement ab dem Basis-Shop zur Verfügung.
Welche Daten zeigt die Produktrecherche?
Zu einer Suchanfrage zeigt das Tool Verkaufstrends, den durchschnittlichen Verkaufspreis, die Spanne der Verkaufspreise, durchschnittliche Versandkosten samt Zahl der Angebote mit kostenlosem Versand, die Verkaufsrate, die Gesamtzahl der Verkäufer und das Angebotsformat. Der Zeitraum reicht von einem Tag bis zu drei Jahren, gefiltert wird unter anderem nach Kategorie, Artikelzustand, Marke, Standort und eBay-Marktplatz, auch die Suche per EPID, EAN oder ISBN ist möglich.
Warum weicht die Verkaufsrate von meinem Gefühl ab?
Weil sie einen kürzeren Zeitraum abdeckt als der Trend daneben. eBay schränkt die Verkaufsrate auf seiner Hilfeseite auf Suchanfragen zu Artikeln ein, die in den letzten 90 Tagen verkauft wurden, während die Historie bis zu drei Jahre zurückreicht. Trend und Verkaufsrate beantworten also nicht dieselbe Frage.
Wie finde ich bei eBay bestimmte Verkäufer?
Nicht mit der Produktrecherche. Sie zeigt zu einer Suche nur die Gesamtzahl der Verkäufer, die den Artikel verkauft haben, nicht das Sortiment eines einzelnen Shops. Für die Analyse eines konkreten Verkäufers brauchst du ein Tool, das über die Verkäufer-ID arbeitet, zum Beispiel das eBay Competitor Research Tool von ZIK Analytics.
Was kann ZIK Analytics, was Terapeak nicht kann?
ZIK Analytics setzt auf dem aktiven Markt an und geht über eBay hinaus: Analyse einzelner Wettbewerber über die Verkäufer-ID mit Sell-Through, aktiven Angeboten, verkauften Artikeln und Umsatz über 7, 14, 21 oder 30 Tage, Lieferantenabgleich für die Margenrechnung, einen eBay Title Builder für Angebotstitel und mit Autopilot eine automatisierte Produktsuche. Dazu kommen Umsatzschätzungen zu Shopify-Shops und Anzeigendaten von Meta, also Kanäle, die Terapeak als reines eBay-Tool nicht abdeckt.
Reicht Terapeak für Dropshipping aus?
Für die Preis- und Nachfragehistorie auf eBay ja, für den kompletten Dropshipping-Workflow eher nicht. Terapeak beantwortet, was sich auf eBay verkauft hat, aber nicht, wo du das Produkt einkaufst, welche Marge übrig bleibt und was einzelne Wettbewerber gerade listen. Diese Schritte erledigst du mit einem eigenen Recherche-Tool oder von Hand.