eBay-Gebühren und Verkaufsprovision: privat & gewerblich
Verkaufst du privat innerhalb Deutschlands, zahlst du auf eBay.de gar nichts: keine Angebotsgebühr, keine Verkaufsprovision. Verkaufst du gewerblich, zahlst du je nach Kategorie 7% bis 16% des Gesamtbetrags plus 0,35 € pro Bestellung, bei Bestellungen über 10,00 € sind es 0,45 €.
Das ist die ganze Antwort auf die Frage "was nimmt eBay?", und sie fällt für die beiden Hälften der Verkäufer komplett unterschiedlich aus:
| Du verkaufst | Einstellen kostet | Verkauf kostet |
|---|---|---|
| Privat, innerhalb Deutschlands | 0,00 € für 320 Angebote im Monat | 0,00 € |
| Gewerblich | 0,35 € Festpreis, 0,50 € Auktion | 7% bis 16% je Kategorie, plus 0,35 € pro Bestellung |
Auf einer gewerblichen eBay-Rechnung stehen diese Kosten unter drei Namen, und die werden oft durcheinandergeworfen: Die Verkaufsprovision ist der Prozentsatz, den eBay nimmt, wenn der Artikel verkauft wird. Die Angebotsgebühr fällt beim Einstellen an, unabhängig davon, ob jemand kauft. Deine Verkäuferkosten sind die Summe aus beidem plus den Optionen, die du dazubuchst. Dieser Guide nimmt die drei einzeln durch und rechnet am Ende einen konkreten Verkauf durch.
Alles Weitere hängt davon ab, auf welcher Seite dieser Grenze du stehst: welche Zusatzoptionen etwas kosten, wann ein Shop günstiger wird, was beim Versand ins Ausland dazukommt. Dieser Guide führt beide Gebührentabellen einzeln auf, mit allen Zahlen von den offiziellen Gebührenseiten von eBay.de, abgerufen am 30.09.2026. eBay kann seine Gebühren jederzeit ändern; verbindlich ist immer die verlinkte Originalseite.
Privat oder gewerblich: die Frage vor allen Zahlen
Bevor du eine einzige Gebühr nachschlägst, musst du wissen, welche Tabelle für dich gilt, denn die beiden unterscheiden sich fundamental.
Privat verkauft, wer gelegentlich eigene, gebrauchte Dinge abgibt: den alten Fernseher, die zu klein gewordene Jacke, die Plattensammlung. Gewerblich handelt, wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, also zum Beispiel gezielt Ware einkauft, um sie weiterzuverkaufen. Dropshipping und jede andere Form des geplanten Wiederverkaufs sind eindeutig gewerblich.
Wichtig: Das ist keine Frage der Selbsteinschätzung. Wer gewerblich handelt, aber als privater Verkäufer auftritt, spart kurzfristig Gebühren und riskiert dafür Abmahnungen, Steuernachforderungen und Ärger mit eBay. Die Einstufung folgt aus dem, was du tust, nicht aus dem Konto-Typ, den du anklickst. Was die Gewerbeanmeldung bedeutet, erklärt unser Überblick dazu, was Dropshipping ist und welche Regeln in Deutschland gelten. Wenn du noch gar nicht verkaufst und erst einmal wissen willst, wie Konto, Verifizierung, Auszahlung und das erste Angebot ablaufen: Das steht Schritt für Schritt in unserem Guide dazu, wie du bei eBay verkaufst, von der Anmeldung bis zum ersten Verkauf.
Gebühren für private Verkäufer (Stand: 30.09.2026)
Der Kernsatz steht wörtlich auf der offiziellen Gebührenseite: Der Verkauf von Artikeln auf eBay.de ist innerhalb Deutschlands kostenlos. Das gilt seit dem 1. März 2023; vorher zahlten private Verkäufer 11% Verkaufsprovision auf den Gesamtpreis plus eine fixe Gebühr von bis zu 0,35 €. Beide Gebühren sind ersatzlos entfallen.
Kostenlos heißt dabei konkret:
- Keine Angebotsgebühr für bis zu 320 Angebote im Monat. Erst ab dem 321. Angebot im selben Monat fallen 0,50 € pro Angebot an.
- Zusätzlich 2.500 Auktionsangebote im Monat ohne Angebotsgebühr, mit zwei Bedingungen: keine 1- oder 3-Tage-Auktionen, und der Startpreis darf nur 1,00 € betragen.
- Keine Verkaufsprovision, wenn der Artikel innerhalb Deutschlands verkauft wird.
Kosten können trotzdem entstehen, an drei Stellen:
| Kostenpunkt | Gebühr |
|---|---|
| Untertitel | 0,50 € pro Angebot |
| Galerie Plus | 0,75 € pro Angebot |
| Zweite Kategorie | 0,50 € pro Angebot |
| Nicht öffentliche Bieter-/Käuferliste | 0,50 € pro Angebot |
| Mindestpreis bei Auktionen | 3% des Mindestpreises (max. 150,00 €); Business & Industrie: 10,00 € |
| Internationale Gebühr | 5% des Gesamtbetrags, wenn die Lieferadresse außerhalb Deutschlands liegt |
| Währungsumrechnung | 3% für Verkäufer mit Adresse in Deutschland |
Bis zu 24 Fotos pro Angebot sind kostenlos, ebenso die Sofort-Kaufen-Option bei Auktionen und die Startzeitplanung. Wer für seine Angebote Anzeigen schaltet, zahlt dafür je nach Kampagnenform extra. Und eine Randnotiz für Sonderfälle: Für private Verkäufer mit Wohnsitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums gilt die Kostenlos-Regel nicht, dort berechnet eBay 11% bis 1.990,00 € und 2% darüber, plus eine fixe Gebühr pro Bestellung.
Lohnt sich eBay noch für Privatverkäufer?
Rein von den Gebühren her ist die Antwort eindeutig ja. Wer innerhalb Deutschlands privat verkauft, behält den Verkaufspreis vollständig: keine Angebotsgebühr für die ersten 320 Angebote im Monat, keine Verkaufsprovision beim Verkauf. Das steht so auf eBays offizieller Gebührenseite für private Verkäufer und gilt seit dem 1. März 2023.
Die Frage wird trotzdem oft gestellt, und zwar aus einem anderen Grund: Weil das Verkaufen zwar nichts kostet, aber weiter Arbeit macht. Was dich real Geld kostet, sind nicht eBays Gebühren, sondern vier andere Dinge:
- Der Versand. Du zahlst das Paket, wenn du keine Versandkosten erhebst, und trägst das Risiko, wenn es verloren geht.
- Zusatzoptionen und Anzeigen. Untertitel, Galerie Plus und die Werbeformate kosten auch privat Geld. Wer sie nicht bucht, zahlt nichts.
- Der Auslandsverkauf. Liegt die Lieferadresse außerhalb Deutschlands, berechnet eBay privaten Verkäufern 5% des Gesamtbetrags.
- Die Menge. Ab dem 321. Angebot im Monat kostet jedes weitere 0,50 €. Wer regelmäßig darüber liegt, verkauft sehr wahrscheinlich ohnehin gewerblich, und dann gilt die andere Tabelle.
Der Punkt, an dem es kippt, ist also nicht die Gebühr, sondern die Einstufung. Solange du gelegentlich eigene Sachen abgibst, ist eBay.de für dich kostenlos. Sobald du einkaufst, um weiterzuverkaufen, bist du gewerblich, und dann liest du ab hier weiter. Was dieser Übergang praktisch bedeutet, steht in unserem Guide zum Reselling über eBay.
Gebühren für gewerbliche Verkäufer (Stand: 30.09.2026)
Für gewerbliche Verkäufer besteht das Gebührenmodell aus drei Bausteinen: Verkaufsprovision beim Verkauf, Angebotsgebühren beim Einstellen und optionale Zusatzgebühren. Alle Beträge auf der offiziellen Seite verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Die drei Bausteine im Einzelnen:
Die Verkaufsprovision: wie viel Prozent nimmt eBay beim Verkauf?
Die Verkaufsprovision fällt an, wenn dein Artikel verkauft wird, und setzt sich zusammen aus einem Prozentsatz des Gesamtbetrags der Transaktion und einer fixen Gebühr von 0,35 € pro Bestellung; bei Bestellungen über 10,00 € beträgt die fixe Gebühr 0,45 €. Der Gesamtbetrag umfasst dabei auch Versandkosten und Umsatzsteuer, nicht nur den Artikelpreis.
Der Prozentsatz hängt von der Kategorie ab. Eine Auswahl aus der offiziellen Tabelle, die für Verkäufer mit Top-Bewertung und Verkäufer mit überdurchschnittlichem Servicestatus gilt:
| Kategorie | Verkaufsprovision |
|---|---|
| Technik-Geräte (Computer, TV, Foto, Haushaltsgeräte) | 7% |
| Technik-Zubehör (Kabel, Hüllen, Notebook-Zubehör) | 12% |
| Kleidung & Accessoires | 12% bis 990,00 €, darüber 3% |
| Sneaker ab 100,00 € | 7% bis 990,00 €, darüber 3% |
| Uhren & Schmuck | 16% bis 990,00 € (mit Shop: bis 500,00 €), darüber 3% |
| Auto & Motorrad: Teile | 12% bis 990,00 €, darüber 3% |
| Medien (Filme, Musik, Bücher, PC- & Videospiele) | 12% bis 990,00 €, darüber 3% |
| Garten & Terrasse, Heimwerker | 13% |
| Business & Industrie, Büro & Schreibwaren | 14% |
| Standardkategorien (u. a. Sport, Baby, Haustierbedarf, Möbel & Wohnen) | 14% |
Zwei Fußnoten aus der Originaltabelle, die bares Geld wert sind: In vielen Kategorien gilt für Artikel mit bestimmten Artikelzuständen, etwa gebraucht oder refurbished, eine reduzierte Verkaufsprovision von 5%. Und für Verkäufer mit unterdurchschnittlichem Servicestatus gelten abweichende Sätze; die Servicequalität deines Kontos wirkt sich also direkt auf deine Gebühren aus.
Die Angebotsgebühr: was das Einstellen kostet
Ohne Shop-Abonnement zahlst du beim Einstellen 0,35 € pro Festpreisangebot und 0,50 € pro Auktionsangebot. Angebotsgebühren sind nicht erstattungsfähig, auch wenn der Artikel nicht verkauft wird, und bei Angeboten mit der Laufzeit Gültig bis auf Widerruf fallen sie jeden Monat erneut an.
Das ist der Unterschied, den die Verkaufsprovision nicht zeigt: Die Provision fällt nur bei einem Verkauf an, die Angebotsgebühr immer. Ein Sortiment aus 200 Festpreisangeboten mit der Laufzeit Gültig bis auf Widerruf kostet dich damit 70,00 € im Monat an Angebotsgebühren, bevor ein einziger Artikel verkauft ist. Genau diese Rechnung entscheidet über das Shop-Abonnement weiter unten.
Auch die Zusatzoptionen kosten gewerblich mehr als privat: Ein Untertitel kostet 1,50 €, Galerie Plus 2,75 € bei Festpreisangeboten und 1,00 € bei Auktionen, die nicht öffentliche Bieter-/Käuferliste 0,35 €.
Deine Verkäuferkosten für einen Verkauf: durchgerechnet
Zwei Prozentzahlen und zwei fixe Gebühren ergeben zusammen einen Betrag, und der ist das, was eine Provisionstabelle nie zeigt. Also ein konkreter Fall: Du verkaufst einen Artikel für 120,00 € und berechnest 5,00 € Versand. Der Gesamtbetrag, auf den eBay die Provision rechnet, ist damit 125,00 €, denn Versandkosten zählen mit. Dazu kommen 0,35 € Angebotsgebühr für das Festpreisangebot und 0,45 € fixe Gebühr pro Bestellung, weil die Bestellung über 10,00 € liegt.
| Du verkaufst als | Gebühren | Dir bleiben |
|---|---|---|
| Privat, in Deutschland (0%) | 0,00 € | 125,00 € |
| Gewerblich, gebraucht (5%) | 7,05 € | 117,95 € |
| Gewerblich, Technik-Geräte (7%) | 9,55 € | 115,45 € |
| Gewerblich, Technik-Zubehör (12%) | 15,80 € | 109,20 € |
| Gewerblich, Standard-Kategorie (14%) | 18,30 € | 106,70 € |
Drei Dinge lassen sich daran ablesen, die in der Prozenttabelle nicht stehen.
Die fixen Gebühren verschieben den Prozentsatz nach oben. Die 14%-Kategorie kostet dich in diesem Beispiel nicht 14%, sondern 14,6% des Gesamtbetrags, weil die 0,80 € aus Angebotsgebühr und Bestellgebühr dazukommen. Bei einem Verkauf von 20,00 € wären es schon 18%. Je kleiner der Warenkorb, desto stärker schlagen die fixen Beträge durch, und das ist der eigentliche Grund, warum sich Kleinteile einzeln kaum rechnen.
Der Artikelzustand ist in dieser Rechnung der größte einzelne Hebel. Zwischen der Standardkategorie zu 14% und dem reduzierten Satz von 5% für die gelisteten gebrauchten und refurbished Zustände liegen hier 11,25 €, also mehr als das Doppelte der Versandkosten. Wer gebrauchte Ware verkauft und den Zustand nicht korrekt setzt, zahlt freiwillig mehr.
Der Versand wird mitverprovisioniert. Die 5,00 € Versand kosten dich in der 14%-Kategorie 0,70 € zusätzliche Provision. Versandkosten in den Artikelpreis zu packen statt sie auszuweisen ändert daran nichts, weil eBay auf den Gesamtbetrag rechnet.
Zwei Einschränkungen zum Beispiel: Die Beträge auf eBays Gebührenseite verstehen sich ohne Mehrwertsteuer, und die Prozentsätze gelten für Verkäufer mit Top-Bewertung oder überdurchschnittlichem Servicestatus. Bei unterdurchschnittlichem Servicestatus liegen sie höher. Wenn du solche Rechnungen für ein ganzes Sortiment aufstellst, lohnt sich der Vergleich mit den Kosten anderer Kanäle; was ein eigener Shop dagegen im Monat kostet, steht in unserer Aufstellung der Shopify-Kosten.
eBay-Shop-Pakete: Preise und Kontingente (Stand: 30.09.2026)
Ab einem gewissen Angebotsvolumen lohnt sich ein Shop-Abonnement, weil es monatliche Kontingente kostenloser Angebote enthält und die Gebühr für weitere Angebote senkt:
| Paket | Monatsgebühr | Kostenlose Festpreisangebote/Monat | Jedes weitere Angebot |
|---|---|---|---|
| Basis-Shop | 39,95 € | 400 | 0,10 € |
| Top-Shop | 79,95 € | 2.500 | 0,05 € |
| Premium-Shop | 299,95 € | unbegrenzt | kostenlos |
| Platin-Shop | 4.999,95 € | unbegrenzt | kostenlos |
Dazu kommt je Paket ein Kontingent kostenloser Auktionsangebote mit mindestens 7 Tagen Laufzeit (40, 100, 250 bzw. 400 pro Monat, jedes weitere 0,50 €). Platin-Shop-Betreiber erhalten zusätzlich pauschal 10% Rabatt auf die Verkaufsprovision.
Die Rechnung dahinter ist simpel: Ohne Shop kostet jedes Festpreisangebot 0,35 €. Wie viele Angebote du im Monat einstellst, entscheidet deshalb, ab wann die 39,95 € für den Basis-Shop günstiger sind als die Einzelgebühren.
Was kostet ein eBay-Geschäftskonto?
Bei dieser Frage lohnt es sich, zwei Dinge zu trennen, die im Deutschen dasselbe Wort tragen.
Gemeint ist meistens das gewerbliche Verkäuferkonto bei eBay. Für das Konto selbst führt eBays offizielle Gebührenseite für gewerbliche Verkäufer weder eine Kontogebühr noch eine monatliche Grundgebühr auf. Berechnet wird, was du tatsächlich tust: pro eingestelltem Angebot, pro Verkauf, für Zusatzoptionen. Freiwillig dazu kommt das Shop-Abonnement ab 39,95 € im Monat, das oben in der Tabelle steht. Wer also wissen will, was ein gewerbliches eBay-Konto im Monat kostet, rechnet nicht eine Grundgebühr, sondern seine Angebotsmenge mal 0,35 € plus die Provision auf die erwarteten Verkäufe.
Was eBay stattdessen verlangt, sind Angaben und Pflichten. Nach eBays Grundsatz zu gewerblichen Verkäufern brauchst du eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, vollständige Kontaktinformationen und Rücknahmebedingungen, dazu Angaben zu Versandkosten und Zahlungsarten. Ein gewerbliches Konto wird laut eBays Verkäuferportal fällig, wenn du Artikel in größerem Umfang verkaufen willst, die du selbst hergestellt oder für den Wiederverkauf eingekauft hast, oder wenn du bereits außerhalb von eBay gewerblich handelst. Den behördlichen Teil davor, die Gewerbeanmeldung selbst, führt der Ablauf der Gewerbeanmeldung für eBay durch.
Das andere Geschäftskonto ist ein Bankkonto, und das ist eine Frage an deine Bank, nicht an eBay. eBay nennt auf seinen Seiten eine Bankverbindung für die Auszahlung, keine Kontoart. Andere deutsche Marktplätze sind da strenger: OTTO verlangt für die Zulassung ausdrücklich ein Geschäftskonto im SEPA-Raum. Was die Marktplätze im Vergleich an Grundgebühr, Provision und Zulassungshürden verlangen, steht in unserem Vergleich der deutschen Online-Marktplätze.
Internationale Gebühren und Währungsumrechnung
Sobald deine Ware Deutschland verlässt, kommen zwei Gebühren ins Spiel:
- Internationale Gebühr: Für gewerbliche Verkäufer mit Adresse in Deutschland fällt sie an, wenn die Lieferadresse außerhalb der Eurozone und außerhalb Schwedens liegt; innerhalb der Eurozone und nach Schweden ist der Versand von dieser Gebühr frei. Je nach Zielregion beträgt sie bis zu 3,3% des Gesamtbetrags. Bei privaten Verkäufern berechnet eBay für Lieferadressen außerhalb Deutschlands 5%. Neu seit dem 8. September 2026, geprüft am selben Tag: Wer für seine berechtigten Angebote eBay Internationaler Versand anbietet und eine Adresse in Deutschland hinterlegt hat, zahlt beim Verkauf eines berechtigten Artikels keine internationale Gebühr mehr.
- Währungsumrechnungsgebühr: Rechnet eBay Beträge in eine andere Währung um, etwa bei Verkäufen über eBay.com, behält es für Verkäufer mit Adresse in Deutschland 3% ein.
Warum zieht eBay dir Geld ab?
Weil eBay seine Gebühren nicht in Rechnung stellt und dann auf deine Überweisung wartet. Die Verkäufergebühren werden automatisch von deinen Verkaufserlösen abgezogen, und nur der Restbetrag geht auf dein Bankkonto. Wer den vollen Verkaufspreis erwartet und einen kleineren Betrag ankommen sieht, sucht deshalb oft an der falschen Stelle nach dem Fehler: Das ist kein Abzug im Nachhinein, sondern die normale Abrechnung.
Zwei Dinge folgen daraus für deine Buchhaltung. Erstens erscheinen die Verkaufsprovisionen zusätzlich auf deiner monatlichen Rechnung, du siehst also jede einzelne Gebühr aufgeschlüsselt und musst sie nicht aus der Differenz zurückrechnen. Zweitens sind Angebotsgebühren davon unabhängig: Sie fallen beim Einstellen an, nicht beim Verkauf, und werden auch dann nicht erstattet, wenn der Artikel nie verkauft wird.
Wenn dir ein Betrag trotzdem unerklärlich bleibt, lohnt der Blick auf die vier Posten im Abschnitt "Gebühren, die oft übersehen werden" weiter unten. Drei davon tauchen auf keiner Provisionstabelle auf.
Was passiert, wenn du über 2.000 € verkaufst?
An deinen eBay-Gebühren ändert sich dadurch gar nichts. Es gibt keine Umsatzgrenze, ab der eBay mehr oder weniger nimmt, und die 2.000 €, die in Verkäuferforen ständig kursieren, stehen in keiner Gebührentabelle.
Die Zahl stammt aus einem anderen Gesetz. Nach § 4 Absatz 5 Nummer 4 des Plattformen-Steuertransparenzgesetzes sind von der Meldung nur Verkäufer ausgenommen, die im Meldezeitraum auf derselben Plattform in weniger als 30 Fällen verkauft und dabei insgesamt weniger als 2.000 € erhalten haben. Beide Bedingungen müssen zusammen erfüllt sein. Wer eine davon überschreitet, wird von eBay an das Bundeszentralamt für Steuern gemeldet.
Zwei Missverständnisse sind damit erledigt. Die 2.000 € sind kein Freibetrag, bis zu dem Verkaufen steuerfrei wäre; ob auf einen Verkauf Steuern anfallen, entscheidet das Steuerrecht und nicht diese Schwelle. Und sie sind keine Grenze zwischen privat und gewerblich: Diese Einstufung folgt daraus, ob du regelmäßig mit Gewinnabsicht verkaufst, nicht aus deinem Umsatz. Was die Meldung konkret enthält und was danach passiert, steht in unserem Guide dazu, wie du bei eBay verkaufst, von der Anmeldung bis zum ersten Verkauf. Wenn du an dem Punkt bist, an dem die gewerbliche Einstufung ansteht, führt dich der Ablauf der Gewerbeanmeldung für eBay Schritt für Schritt durch die Formalitäten.
Gebühren, die oft übersehen werden
Vier Punkte aus den offiziellen Gebührenseiten tauchen in kaum einem Ratgeber auf, kosten aber real Geld oder sparen es:
- Anzeigen. Wer seine Angebote über eBays Werbeformate bewirbt, zahlt je nach Kampagnenart entweder einen Prozentsatz nach dem Verkauf oder eine Pauschalgebühr im Voraus. Das gilt für private wie gewerbliche Verkäufer und steht auf keiner Provisionstabelle.
- Die zweite Kategorie verdoppelt Gebühren. Stellst du ein Angebot in zwei Kategorien ein, fallen Angebotsgebühr und Zusatzoptionen für jede Kategorie einzeln an; verkauft der Artikel, berechnet eBay gewerblichen Verkäufern die höhere der beiden Verkaufsprovisionen.
- Vorzeitiges Beenden von Auktionen kann ebenfalls Gebühren auslösen, ein Satz, der auf beiden Gebührenseiten steht und gern überlesen wird.
- Die Gebührengutschrift. Musst du einem Käufer den Kaufpreis erstatten oder einen Kauf abbrechen, hast du unter Umständen Anspruch auf eine Gutschrift der Gebühren nach eBays Grundsatz zu Gebührengutschriften. Wer das nicht weiß, verschenkt bei jeder Retoure Geld.
Gebühren sind Marge: so rechnest du damit
Für private Verkäufer sind die eBay-Gebühren seit 2023 praktisch kein Thema mehr. Für gewerbliche Verkäufer sind sie das Gegenteil: einer der drei Posten, die über deine Marge entscheiden, neben Einkaufspreis und Versand. Eine Verkaufsprovision von 12% bis 14% plus fixe Gebühr gehört in jede Kalkulation, bevor du ein Produkt einstellst, nicht nach dem ersten Monatsabschluss. Das Rechenbeispiel oben zeigt das Muster, das du auf deine Kategorie und deinen Preis übertragen kannst: Provision auf den Gesamtbetrag inklusive Versand, plus 0,35 € Angebotsgebühr, plus 0,35 € oder 0,45 € pro Bestellung.
Die Gebührenseite deiner Kategorie sagt dir, was eBay nimmt. Was sie dir nicht sagt: ob das Produkt sich zu deinem Preis überhaupt verkauft und wie viele Wettbewerber schon darauf sitzen. Diese Hälfte der Kalkulation liefert ZIK Analytics mit echten Verkaufsdaten, für eBay-Verkäufer genauso wie für Shopify-Händler: belegte Nachfrage, Durchschnittspreise und Wettbewerb, damit die Marge nach Gebühren kein Schätzwert ist. Wie die datenbasierte Produktauswahl konkret abläuft, zeigt unser eBay-Dropshipping-Guide.
Ob eBay für dein Sortiment überhaupt der günstigste Kanal ist, entscheidet sich erst im Vergleich. Was Kaufland, OTTO und Etsy an Grundgebühr und Provision verlangen und wen sie überhaupt zulassen, steht in unserem Vergleich der deutschen Online-Marktplätze.
Und weil eBay seine Preise ändern kann, wann immer es will, der wichtigste Rat zum Schluss: Verlass dich nicht auf Blogartikel, auch nicht auf diesen. Prüf die verlinkten Originalseiten von eBay.de, bevor du kalkulierst. Stand dieses Guides: 30.09.2026.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die eBay-Gebühren für private Verkäufer?
Beim Verkauf innerhalb Deutschlands fallen für private Verkäufer auf eBay.de weder Angebotsgebühren noch eine Verkaufsprovision an (Stand: 30.09.2026). Kosten entstehen nur für Zusatzoptionen wie einen Untertitel, für mehr als 320 Angebote im Monat, für Anzeigen oder beim Versand ins Ausland.
Seit wann ist privates Verkaufen bei eBay.de kostenlos?
Seit dem 1. März 2023. Vorher zahlten private Verkäufer eine Verkaufsprovision von 11% des Gesamtpreises plus eine fixe Gebühr von bis zu 0,35 €. eBay hat die Gebühren für private Verkäufer beim Verkauf innerhalb Deutschlands komplett gestrichen.
Welche Verkaufsprovision zahlen gewerbliche Verkäufer bei eBay?
Das hängt von der Kategorie ab. Für Verkäufer mit Top-Bewertung oder überdurchschnittlichem Servicestatus reicht die Spanne laut der offiziellen Gebührenseite von 7% in den Technik-Gerätekategorien bis 16% bei Uhren und Schmuck, viele Kategorien liegen bei 12% bis 14%. Dazu kommt eine fixe Gebühr von 0,35 € pro Bestellung, bei Bestellungen über 10,00 € sind es 0,45 €.
Wann gilt man bei eBay als gewerblicher Verkäufer?
Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, handelt gewerblich, zum Beispiel wer gezielt Ware einkauft, um sie weiterzuverkaufen. Dropshipping ist immer gewerblich. Wer gewerblich handelt, aber als privater Verkäufer auftritt, riskiert Abmahnungen und Nachforderungen; die Einstufung ist also keine Wahl, sondern folgt aus dem, was du tust.
Lohnt sich ein eBay-Shop-Abonnement?
Ab einem gewissen Volumen ja. Der Basis-Shop kostet 39,95 € im Monat und enthält 400 kostenlose Festpreisangebote, größere Pakete enthalten mehr. Ohne Shop zahlst du als gewerblicher Verkäufer 0,35 € Angebotsgebühr pro Festpreisangebot; ab wann sich das Abonnement rechnet, hängt daher davon ab, wie viele Angebote du im Monat einstellst.
Was passiert, wenn ich bei eBay über 2.000 € verkaufe?
An deinen eBay-Gebühren ändert sich nichts. Die 2.000 € sind keine Gebührengrenze, sondern eine Meldeschwelle: Nach § 4 Absatz 5 Nummer 4 des Plattformen-Steuertransparenzgesetzes bleiben nur Verkäufer von der Meldung ausgenommen, die im Meldezeitraum auf derselben Plattform weniger als 30 Verkäufe getätigt und dabei insgesamt weniger als 2.000 € erhalten haben. Wer eine der beiden Grenzen überschreitet, wird von eBay an das Bundeszentralamt für Steuern gemeldet. Das ist eine Meldung, kein Steuerbescheid und kein Freibetrag.
Warum zieht eBay mir Geld ab?
Weil eBay seine Gebühren nicht in Rechnung stellt und auf deine Überweisung wartet, sondern sie direkt von deinen Verkaufserlösen abzieht und nur den Rest auf dein Bankkonto auszahlt. Die Verkaufsprovisionen erscheinen zusätzlich auf deiner monatlichen Rechnung. Was auf dem Konto ankommt, ist also immer der Betrag nach Gebühren, nicht der Verkaufspreis.
Was kostet ein eBay-Geschäftskonto?
Das gewerbliche Verkäuferkonto bei eBay selbst taucht auf der offiziellen Gebührenseite mit keiner Konto- und keiner Grundgebühr auf. Berechnet wird pro Angebot, pro Verkauf und für Zusatzoptionen, dazu kommt das freiwillige Shop-Abonnement ab 39,95 € im Monat. Vorsicht bei dem Wort: Ein Geschäftskonto im Sinne eines Firmenbankkontos ist etwas anderes, und das verlangen andere Marktplätze wie OTTO ausdrücklich, eBay nennt auf seinen Seiten nur eine Bankverbindung für die Auszahlung.
Wie hoch sind die eBay-Gebühren ab 2026?
Es sind die Zahlen in diesem Guide, abgerufen am 30.09.2026 von den offiziellen Gebührenseiten von eBay.de. Auf keiner der beiden Seiten stand an diesem Tag eine auf 2026 oder später datierte Gebührenänderung. Die letzte große Änderung für private Verkäufer war der 1. März 2023, seit dem der Verkauf innerhalb Deutschlands kostenlos ist. eBay kann seine Gebühren jederzeit ändern und kündigt das auf diesen Seiten an, verbindlich ist also immer die Originalseite.
Lohnt sich eBay noch für Privatverkäufer?
Aus Gebührensicht ja: Innerhalb Deutschlands zahlt ein privater Verkäufer auf eBay.de keine Angebotsgebühr für bis zu 320 Angebote im Monat und keine Verkaufsprovision, der Verkaufspreis bleibt also vollständig bei dir. Geld kostet es nur, wenn du Zusatzoptionen buchst, Anzeigen schaltest, ins Ausland verkaufst (5% des Gesamtbetrags) oder über das Monatskontingent hinaus einstellst. Was bleibt, sind dein Aufwand und deine Versandkosten, nicht eBays Gebühren.