Shopify Kosten 2026: was ein Shop in Deutschland kostet
Shopify kostet in Deutschland ab 24 € pro Monat, wenn du jährlich zahlst, und 32 € pro Monat, wenn du monatlich zahlst. Das ist der Basic-Plan nach der deutschen Preisseite von Shopify, gelesen am 1. Oktober 2026. Dieser Betrag ist der kleinste Posten auf deiner Rechnung.
Wie wenig dieser Betrag taugt, wenn er kein Datum trägt, zeigt die Seite selbst: Am 21. September 2026 stand dort für denselben Plan noch 27 €, und die Kartengebühr lag bei 1,8% plus 0,30 € statt bei 1,6% plus 0,25 €. Zehn Tage, zwei andere Zahlenreihen. Jede Shopify-Preisübersicht ohne Lesedatum ist deshalb raten, und jede mit einer Jahreszahl im Titel ist spätestens im Januar falsch.
Was nach dem Planpreis kommt, steht auf keiner Preisseite vollständig: eine Gebühr pro Verkauf, die je nach Zahlungsart zwischen 1,6% und 3,1% liegt, ein Theme, das kostenlos oder ein paar hundert Dollar sein kann, Apps mit eigenen Monatsgebühren, die Domain, die deutschen Rechtstexte, der Preis dafür, den Shop bauen zu lassen, und vor allem die Werbung. Ein eigener Shop hat am ersten Tag null Besucher, und jeder einzelne muss bezahlt oder erarbeitet werden.
Diese Seite rechnet die ganze Rechnung durch: erst die Pläne mit allen Gebühren, dann die Preisänderung vom September, dann die Posten, die die Plantabelle verschweigt, dann der Preis für einen fertig gebauten Shop, und am Ende der Vergleich, den ein deutscher Verkäufer wirklich anstellt, nämlich Shopify gegen einen Marktplatz mit vorhandenen Käufern.
Die Shopify-Pläne in Deutschland (Stand 1. Oktober 2026)
Shopify führt auf seiner deutschen Preisseite vier Pläne. Die Zahlen unten stammen aus der vollständigen Vergleichstabelle, nicht aus den Plankacheln darüber: Die Kacheln nennen nur den günstigeren Jahrespreis und je eine Gebühr, die Tabelle nennt beide Preise und alle Gebühren.
| Plan | Monatlich | Jährlich (pro Monat) | Mitarbeiterkonten |
|---|---|---|---|
| Basic | 32 € | 24 € | keine zusätzlichen |
| Grow | 92 € | 69 € | bis zu 5 |
| Advanced | 384 € | 289 € | bis zu 15 |
| Plus | ab 2.100 € | – | unbegrenzt |
Der Jahrespreis ist im Basic-Plan 8 € pro Monat günstiger, also 96 € im Jahr, und du bindest dich dafür ein Jahr. Zwischen Basic und Grow liegt für einen Einzelunternehmer meist kein Grund zum Wechsel: Grow bringt fünf Mitarbeiterkonten und 0,1 Prozentpunkte weniger Kartengebühr. Bei 1.000 € Kartenumsatz im Monat ist das 1 € Ersparnis für 60 € Aufpreis. Der Wechsel lohnt sich erst, wenn du Mitarbeiter hast oder der Umsatz so groß ist, dass die Prozentpunkte den Aufpreis decken.
Zahlungsgebühren: was von jedem Verkauf abgeht
Die Zahlungsgebühr ist der Posten, der mit dem Umsatz wächst, und auf der deutschen Preisseite stehen die Sätze nach Zahlungsart getrennt. Für den Basic-Plan, gelesen am 1. Oktober 2026:
| Zahlungsart (Shopify Payments, Basic) | Gebühr |
|---|---|
| Online-Standardkarten | 1,6% + 0,25 € |
| Amex-Karten online | 3,1% + 0,25 € |
| Internationale Karten online | 3,1% + 0,25 € |
| Klarna | 2,99% + 0,35 € |
| Karten vor Ort | 1,7% + 0,00 € |
Dieselbe Seite führt iDEAL, Bancontact, MB WAY und Bizum zum Satz der Standardkarte und TWINT zum Amex-Satz. In den höheren Plänen sinken die Sätze schrittweise, und die Transaktionsgebühr für externe Zahlungsanbieter fällt mit:
| Plan | Standardkarte online | Klarna | Externer Zahlungsanbieter |
|---|---|---|---|
| Basic | 1,6% + 0,25 € | 2,99% + 0,35 € | 2% |
| Grow | 1,5% + 0,25 € | 2,99% + 0,35 € | 1% |
| Advanced | 1,4% + 0,25 € | 2,99% + 0,35 € | 0,6% |
| Plus | 1,3% + 0,25 € | 2,19% + 0,35 € | 0,2% |
Die letzte Spalte ist die Zeile, die die meisten Einsteiger übersehen. Wickelst du Zahlungen über einen externen Anbieter ab, etwa nur über PayPal, behält Shopify im Basic-Plan zusätzlich 2% jeder Bestellung ein, und zwar zusätzlich zu dem, was der Zahlungsanbieter selbst nimmt. Bei einer Bestellung über 50 € ist das 1 € an Shopify, der nur dafür anfällt, dass das Geld nicht über Shopify Payments kam. Über einen Monat mit 30 Bestellungen summiert sich dieser eine Posten auf 30 €, also fast auf die Grundgebühr des Plans.
Ein zweites Beispiel mit denselben 50 €: Zahlt der Käufer mit einer deutschen Standardkarte, gehen 1,05 € an Gebühren ab. Zahlt er mit Klarna, sind es 1,85 €, also rund 80% mehr, aber keine Welt. Das war im September noch anders, und genau deshalb lohnt der Blick auf die Veränderung.
Shopify hat die deutschen Preise geändert, und zwar im September 2026
Wir haben dieselbe Preisseite zweimal gelesen, am 21. September und am 1. Oktober 2026. Zwischen den beiden Lesungen wurde kein Plan umbenannt, keiner gestrichen und keiner hinzugefügt, die Zahlen sind also direkt vergleichbar:
| Posten | 21.09.2026 | 01.10.2026 | Richtung |
|---|---|---|---|
| Basic, monatlich | 27 € | 32 € | teurer |
| Basic, jährlich | 19 € | 24 € | teurer |
| Grow, monatlich | 74 € | 92 € | teurer |
| Grow, jährlich | 56 € | 69 € | teurer |
| Standardkarte, Basic | 1,8% + 0,30 € | 1,6% + 0,25 € | günstiger |
| Klarna, Basic | 4,99% + 0,35 € | 2,99% + 0,35 € | günstiger |
| Internationale Karten, Basic | 3% + 0,00 € | 3,1% + 0,25 € | teurer |
Advanced und Plus blieben unverändert. Was die Tabelle über Shopify sagt, ist weniger wichtig als das, was sie für deine Rechnung bedeutet: Die Grundgebühr der beiden Einsteigerpläne ist gestiegen, die Gebühr pro Verkauf ist gefallen. Für einen Shop mit wenigen Bestellungen ist Shopify also teurer geworden, für einen Shop mit viel Umsatz günstiger. Rechnet man beide Gebührenreihen gegeneinander, liegt der Punkt, an dem sich das dreht, im Basic-Plan bei etwa 1.500 € Umsatz im Monat, bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 40 €. Wer darunter bleibt, zahlt heute mehr als im September; wer darüber liegt, zahlt weniger.
Zwei praktische Folgen. Erstens: Klarna war im September der teuerste Weg zum Kauf auf Rechnung und ist es heute nicht mehr; wer seine Zahlungsarten im Sommer nach Gebühren ausgewählt hat, sollte die Entscheidung noch einmal ansehen. Zweitens: Prüf die Preisseite selbst, bevor du dich entscheidest. Shopify hat dazu keinen Änderungshinweis veröffentlicht, den wir finden konnten, und niemand schickt dir eine Nachricht, wenn eine Gebührenzeile sich bewegt.
Die Probezeit: 3 Tage, danach 1 € pro Monat für 3 Monate
Die deutsche Preisseite nennt drei Tage Probezeit ohne Zahlung und danach 1 € pro Monat für die ersten drei Monate. Das ist ein echtes Angebot, aber lies es richtig: Es verbilligt die Grundgebühr, nicht den Verkauf. Sobald ein Käufer bezahlt, fallen die Zahlungsgebühren pro Bestellung in voller Höhe an, und ab dem vierten Monat gilt der reguläre Planpreis.
Drei Monate für 3 € sind genug Zeit, um einen Shop aufzubauen und erste Anzeigen zu testen. Sie sind nicht genug Zeit, um daraus ein Geschäft zu machen. Rechne von Anfang an mit dem regulären Preis, sonst triffst du im vierten Monat eine Entscheidung unter Druck.
Die Vergleichstabelle führt außerdem eine Gutschrift auf: 1% auf alle Verkäufe, begrenzt auf 4.000 € im Basic-Plan und bis 11.000 € im Plus-Plan. Welche Bedingungen dafür gelten und wie lange das Angebot läuft, steht auf der Preisseite nicht. Rechne deine Kosten ohne diesen Posten und behandle ihn als Bonus, falls er kommt.
Zwei Posten am Rand der Plantabelle
Shopify führt neben den vier Plänen zwei Zeilen, die für deutsche Verkäufer je nach Fall den Preis komplett verschieben.
Der 0-Euro-Plan für KI-Kanäle. Unter dem Namen Agentic steht auf der Preisseite ein Plan für 0 € pro Monat, der ausdrücklich für den Verkauf in KI-Kanälen gedacht ist: eigene Produkte in den Shopify-Katalog, Bezahlung nur bei erfolgreichem Verkauf, Kartengebühren ab 1,6% plus 0,25 €. Ein Schaufenster mit eigener Domain ist das nicht, aber für einen Verkäufer, der nur testen will, ob seine Produkte über diese Kanäle gefunden werden, ist es die einzige Zeile der Seite ohne Grundgebühr.
Das POS-Add-on. Wer auch vor Ort verkauft, auf Märkten oder im Laden, zahlt für POS Pro 79 € pro Monat und Standort zusätzlich zum Plan. Das ist mehr als der Basic-Plan selbst, und es ist der Posten, der eine Shopify-Rechnung am häufigsten verdoppelt, ohne dass online ein einziges Produkt mehr verkauft wird.
Themes: kostenlos oder ein paar hundert Dollar
Ein Theme ist die Designvorlage deines Shops. Shopify nennt auf seiner deutschen Über-uns-Seite über 200 vorgefertigte Themes, und der Theme Store führt kostenlose und kostenpflichtige. Die Startseite des Theme Store zeigte am 21. September 2026 bezahlte Themes zwischen 100 und 400 US-Dollar, etwa Allure für 100 $, Stylist für 280 $, Radian für 290 $ und Stretch, Wellina und Analog für je 400 $. Die Preise stehen in US-Dollar, auch wenn du aus Deutschland kaufst.
Für den Start reicht ein kostenloses Theme fast immer. Der Unterschied zwischen einem Shop, der verkauft, und einem, der es nicht tut, liegt selten am Theme und fast immer am Produkt und am Verkehr. Kauf ein Theme, wenn du eine konkrete Funktion brauchst, die das kostenlose nicht hat, nicht vorher.
Apps: der Posten, den niemand vorher einplant
Shopify bewirbt auf der Preisseite die Integration mit Tausenden von Apps, und viele davon kosten eine eigene Monatsgebühr. Bewertungen, Retourenabwicklung, Rechnungsstellung nach deutschem Recht, Produktimport von Lieferanten, E-Mail-Marketing: Für jede dieser Aufgaben gibt es Apps, und jede einzelne wirkt günstig.
Eine belastbare Zahl gibt es dafür nicht, weil jede App ihren eigenen Preis hat. Die praktische Regel: Führ eine Liste, bevor du installierst, und rechne die Monatsgebühren zusammen. Ein Shop mit fünf Apps zu je zehn bis zwanzig Euro zahlt für Apps mehr als für den Plan, und dieser Betrag steht in keiner Kostenübersicht, die dir Shopify anzeigt.
Die versteckten Kosten: Werbung, Marktplatz-Bestellungen, Domain, Rechtstexte, Retouren
Fünf Posten stehen nicht oder nur im Kleingedruckten auf der Preisseite, und zusammen sind sie in Deutschland meist größer als alles oben.
Werbung. Ein Marktplatz hat Käufer, ein Shop nicht. Wie stark deutsche Shops davon abhängen, lässt sich messen:
| Deutsche Shopify-Shops im ZMI | Stand 04.09.2026 |
|---|---|
| beobachtete Shops | 5.912 |
| davon mit Verkauf in 30 Tagen | 3.906 |
| davon ohne Verkauf in 30 Tagen | 2.006 |
| Anteil der verkaufenden Shops mit Meta-Anzeigen | 52,8% |
| Anteil mit Pinterest-Anzeigen | 2,6% |
| Anteil mit TikTok-Anzeigen | 1,6% |
Die Zahlen stammen aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der 5.912 Shopify-Shops mit Länderzuordnung Deutschland beobachtet, erhoben am 04.09.2026. Zwei Lesarten stecken darin. Erstens: Gut jeder zweite verkaufende Shop kauft seine Reichweite bei Meta ein, und Facebook und Instagram sind dabei praktisch allein, denn TikTok und Pinterest kommen zusammen nicht auf fünf Prozent. Zweitens, und unbequemer: Ein Drittel der beobachteten Shops hat in 30 Tagen nichts verkauft und trotzdem seinen Plan gezahlt. Rechne mit einem Werbebudget, das du verlieren kannst, bevor die erste Anzeige funktioniert. Wie du dir vorher ansiehst, womit Wettbewerber werben, steht in unserem Leitfaden zur Meta Werbebibliothek.
Marktplatz-Bestellungen. Diese Zeile trifft deutsche Verkäufer besonders oft, weil viele parallel auf eBay.de verkaufen: Bestellungen von Marktplätzen in den Shop zu importieren ist bis 50 Bestellungen pro Monat kostenlos, darüber verlangt Shopify laut Vergleichstabelle 1% des Werts, höchstens 99 US-Dollar im Monat, und zwar in jedem Plan. Wer seine eBay-Bestellungen in Shopify verwalten will, hat damit einen Posten, den keine Plantabelle oben nennt.
Domain. Ohne eigene Domain heißt dein Shop nach Shopify, und mit eigener Domain zahlst du jährlich an einen Registrar. Die Beträge sind klein, aber sie kommen jedes Jahr wieder.
Rechtstexte. Ein gewerblicher Shop in Deutschland braucht Impressum, Widerrufsbelehrung, AGB und Datenschutzerklärung, und Fehler darin werden abgemahnt. Die Texte kaufst du von einem Anbieter oder lässt sie anwaltlich erstellen; beides kostet, und beides ist billiger als die erste Abmahnung. Was rechtlich gilt, vom Gewerbe bis zum Verpackungsgesetz, steht unter Ist Dropshipping legal?, und der Ablauf der Anmeldung selbst unter Gewerbe anmelden für eBay und Dropshipping.
Retouren. Verbraucher haben ein Widerrufsrecht, und im eigenen Shop trägst du die Abwicklung. Zahlungsgebühren kommen bei einer Rückabwicklung nicht automatisch zurück, und der Rückversand kostet je nach Absprache dich oder den Käufer. Bei kleinen Margen entscheiden Retouren darüber, ob ein Produkt Gewinn bringt oder Verlust.
Shopify-Shop erstellen lassen: was dafür verlangt wird
Viele deutsche Suchanfragen zu Shopify-Kosten fragen nicht nach dem Plan, sondern danach, was es kostet, den Shop bauen zu lassen. Die Antwort ist unangenehm, aber sie ist belastbar: Es gibt keinen Marktpreis, es gibt einen Leistungsumfang.
Shopify betreibt dafür ein eigenes Verzeichnis, das Partner Directory, und verlinkt es im deutschen Seitenfuß als Weg, einen Partner zu engagieren. Dort steht, was Agenturen und Freiberufler selbst als Startpreis angeben:
| Shopify Partner Directory | Stand 01.10.2026 |
|---|---|
| Partner insgesamt | 5.324 |
| davon mit Standort Deutschland | 221 |
| Einheit der Preisangaben | US-Dollar |
| von den ersten 16 deutschen Partnern mit Preisangabe | 7 |
| davon ohne Preisangabe | 9 |
| veröffentlichte Startpreise | ab 60 $ bis ab 500 $ |
| größte veröffentlichte Spanne | 800 $ bis 80.000 $ |
Drei Dinge liest man daraus. Erstens: Mehr als die Hälfte der Partner nennt gar keinen Preis, sondern bittet um Kontakt, und das ist kein Zufall, sondern die Natur der Sache. Zweitens: Zwischen 60 US-Dollar und 80.000 US-Dollar liegt kein Preisunterschied, sondern ein Leistungsunterschied. Das Verzeichnis sortiert die Arbeit in über 30 Leistungen, und ein erster Shop braucht in der Regel nur vier davon: Shop-Einrichtung, Theme-Anpassung, Produkt- und Kollektionseinrichtung und die Konfiguration der Shop-Einstellungen. Wer eine Migration, eigene Apps, Headless Commerce oder laufende Betreuung mit beauftragt, landet schnell in der oberen Hälfte der Spanne. Drittens: Die Preise stehen auch im deutschen Verzeichnis in US-Dollar; die Rechnung einer deutschen Agentur kommt dann in Euro und mit Umsatzsteuer.
Vor dem Angebot lohnen deshalb drei Festlegungen: welche der Leistungen du einkaufst, wer die deutschen Rechtstexte stellt, und wer die Produkte einpflegt, denn das ist Fleißarbeit und wird nach Aufwand bezahlt. Und eine Rechnung, die kein Angebot enthält: Der gebaute Shop ist ein Einmalbetrag, die Besucher sind der monatliche. Ein perfekt gebauter Shop ohne Verkehr steht genauso leer wie ein selbst gebauter.
Beispielrechnung: drei Shops, drei Monatsrechnungen
Alle drei Rechnungen nutzen Shopify Payments, deutsche Standardkarten und die Sätze der Preisseite vom 1. Oktober 2026. Theme, Apps, Domain, Rechtstexte, Retouren und Werbung sind nicht enthalten.
| Shop | Bestellungen (Umsatz) | Plan | Summe an Shopify |
|---|---|---|---|
| A, noch ohne Verkauf | 0 (0 €) | Basic monatlich, 32 € | 32,00 € |
| B, kleiner Nebenerwerb | 30 (1.200 €) | Basic monatlich, 32 € | 58,70 € |
| C, wachsend | 200 (9.000 €) | Grow jährlich, 69 € | 254,00 € |
Shop B zahlt 32 € Grundgebühr, 19,20 € prozentuale Kartengebühr und 7,50 € Festbeträge, zusammen 4,9% des Umsatzes. Shop C zahlt 69 € Grundgebühr, 135 € prozentual und 50 € Festbeträge, zusammen 2,8% des Umsatzes. Shop A zahlt den vollen Plan für null Umsatz, und nach den ZMI-Zahlen oben ist das kein Randfall, sondern die Lage von einem Drittel der beobachteten deutschen Shops.
Die Rechnung zeigt, worauf es ankommt: Nicht der Plan entscheidet über die Kosten, sondern die Zahl der Bestellungen und die Zahlungsart. Ein Shop, der wenig verkauft, zahlt fast nur die Grundgebühr; ein Shop, der viel verkauft, zahlt fast nur Gebühren pro Verkauf und Werbung.
Shopify oder Marktplatz: der Vergleich, der wirklich zählt
Die Frage "Was kostet Shopify?" ist in Deutschland meist die halbe Frage. Die andere Hälfte lautet: Was kostet es im Vergleich zu eBay.de, wo die Käufer schon sind?
| Kostenart | Shopify-Shop | eBay.de (gewerblich) |
|---|---|---|
| Grundgebühr | 24 € bis 32 € pro Monat (Basic) | keine Pflicht-Grundgebühr, Shop-Abos optional |
| Gebühr pro Verkauf | Zahlungsgebühr, ab 1,6% + 0,25 € | Verkaufsprovision je Kategorie |
| Käufer | musst du bringen | sind auf dem Marktplatz |
| Werbung | meist nötig | optional |
| Marke und Kundendaten | gehören dir | gehören eBay |
Die Sätze der Verkaufsprovision bei eBay hängen von der Kategorie ab und stehen in unserem Guide zu den eBay-Gebühren für Verkäufer. Was die Tabelle zeigt, ist ein Tausch: Shopify verlangt eine Grundgebühr und überlässt dir den Verkehr, eBay verlangt eine Provision und bringt den Verkehr mit. Für einen Verkäufer, der noch nicht weiß, ob sein Produkt gekauft wird, ist der Marktplatz die günstigere Prüfung, denn dort zahlt er nur, wenn er verkauft.
Genau so machen es viele deutsche Verkäufer: erst auf eBay.de mit vorhandener Nachfrage lernen, dann den Shop dazunehmen, wenn ein Produkt trägt. Was Shopify als System liefert und was nicht, steht unter Was ist Shopify?, und der Shop-Weg Schritt für Schritt, vom Gewerbe bis zur ersten Anzeige, unter Shopify Dropshipping. Wie sich eBay.de und die deutschen Shopify-Shops in Zahlen verhalten, wie viele Verkäufer und Shops es gibt und wie viele davon tatsächlich verkaufen, steht in den E-Commerce-Statistiken für Deutschland.
Bevor du zahlst: prüf, was sich verkauft
Der größte Kostenfaktor eines Shops ist nicht der Plan, sondern ein Produkt, das niemand kauft. Jeder Euro für Theme, Apps und Anzeigen ist verloren, wenn die Nachfrage fehlt, und die lässt sich vorher prüfen.
Für eBay.de heißt das: verkaufte Stück, Abverkaufsquote und Wettbewerb zu einem Suchbegriff ansehen, bevor du einstellst. Die Methode steht Schritt für Schritt unter Dropshipping-Produkte finden, und das Werkzeug dafür ist das eBay Product Research Tool. Für den eigenen Shop lässt sich beobachten, was andere Shopify-Shops verkaufen: Der Shopify Sales Tracker von ZIK Analytics schätzt die Verkäufe einzelner Shops aus deren Aktivität und aktualisiert täglich. Drei Grenzen gehören dazu: Die Zahlen sind ausdrücklich Schätzungen und können um etwa 20% abweichen; die Messung beginnt erst, wenn ein Shop zur Beobachtung hinzugefügt wird, Verkäufe aus der Vergangenheit erscheinen also nicht; und bei einem gerade hinzugefügten Shop steht zunächst, dass die Aktivität für eine Schätzung nicht reicht. Als Vergleich zwischen Shops taugen die Zahlen, als Beleg für eine einzelne Bestellung nicht.
Die Reihenfolge ist der ganze Punkt dieser Seite. Erst belegen, dass ein Produkt gekauft wird, dann den Shop bezahlen. Wer es umgekehrt macht, zahlt Grundgebühr, Apps und Anzeigen für ein Schaufenster, an dem niemand vorbeikommt.
Was Shopify in Deutschland kostet, in einem Absatz
Der Plan kostet 24 € bis 32 € im Monat, die Zahlungsgebühren kosten je Verkauf zwischen 1,6% und 3,1% plus einen Festbetrag, ein externer Zahlungsanbieter kostet im Basic-Plan 2% extra, ein Theme kostet nichts oder ein paar hundert Dollar, Apps kosten, was du installierst, ein fertig gebauter Shop kostet, was er an Leistung umfasst, und die Werbung kostet, was der Markt verlangt. Alle Sätze gelten nach der deutschen Preisseite vom 1. Oktober 2026 und haben sich in den zehn Tagen davor schon einmal geändert. Was sich nicht ändert: Der Shop ist das Schaufenster, und das Produkt entscheidet, ob jemand hineinschaut. Was Dropshipping über einen solchen Shop bedeutet und wie sich der Weg vom eBay-Weg unterscheidet, steht unter Was ist Dropshipping?.
Häufige Fragen
Wie viel kostet Shopify im Monat?
Nach der deutschen Preisseite von Shopify, gelesen am 1. Oktober 2026: Basic 32 € bei monatlicher und 24 € bei jährlicher Zahlung, Grow 92 € oder 69 €, Advanced 384 € oder 289 €, Plus ab 2.100 €. Dazu kommen pro Verkauf die Zahlungsgebühren, im Basic-Plan 1,6% plus 0,25 € je Online-Kartenzahlung über Shopify Payments.
Wie lange ist Shopify kostenlos?
Die deutsche Preisseite nennt am 1. Oktober 2026 drei Tage Probezeit ohne Zahlung und danach 1 € pro Monat für die ersten drei Monate. Ab dem vierten Monat gilt der reguläre Planpreis. Verkaufst du in der Probezeit, fallen die Zahlungsgebühren trotzdem pro Verkauf an.
Wie viel Provision nimmt Shopify?
Auf den Verkauf selbst nimmt Shopify keine Provision wie ein Marktplatz. Bezahlt wird über zwei andere Wege: die Zahlungsgebühr je Bestellung, im Basic-Plan 1,6% plus 0,25 € bei Online-Kartenzahlung über Shopify Payments, und eine Transaktionsgebühr von 2% im Basic-Plan, wenn du einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzt. In den höheren Plänen sinken beide Sätze.
Was kostet es, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen?
Einen festen Preis gibt es nicht. Im Shopify Partner Directory stehen am 1. Oktober 2026 221 Partner mit Standort Deutschland, und von den ersten 16 veröffentlichen 7 einen Startpreis: er reicht von 60 bis 500 US-Dollar, eine Spanne geht bis 80.000 US-Dollar. Was du zahlst, hängt daran, welche der über 30 Leistungen du einkaufst. Die monatlichen Kosten für Plan, Zahlungen und Werbung laufen danach unverändert weiter.
Kann ich Shopify ohne Gewerbe starten?
Shopify selbst fragt nicht nach einer Gewerbeanmeldung, das deutsche Recht schon: Nach § 14 der Gewerbeordnung muss anzeigen, wer den selbständigen Betrieb eines stehenden Gewerbes anfängt. Ein Shop, in dem du regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkaufst, ist genau das. Den Ablauf und die Gebühren der Anmeldung findest du in unserem Leitfaden zur Gewerbeanmeldung.
Für wen lohnt sich Shopify?
Für Verkäufer, die eine eigene Marke aufbauen und bereit sind, Besucher selbst zu bringen, meist über bezahlte Anzeigen. Wer zuerst herausfinden will, ob ein Produkt überhaupt gekauft wird, fährt auf einem Marktplatz wie eBay.de günstiger, weil dort keine Grundgebühr anfällt und die Käufer schon da sind.
Welche Alternativen gibt es zu Shopify?
Andere Shopsysteme mit ähnlicher Kostenstruktur aus Grundgebühr und Zahlungsgebühren, und die Marktplätze: eBay.de, Amazon.de, Kaufland und OTTO. Der eigentliche Unterschied ist nicht der Preis des Systems, sondern wer die Käufer bringt. Ein Marktplatz bringt sie mit und nimmt dafür eine Provision, ein Shopsystem überlässt dir den Verkehr.
Was ist besser, Shopify oder Etsy?
Das sind zwei verschiedene Dinge. Etsy ist ein Marktplatz mit eigener Käuferschaft, vor allem für Handgemachtes und Vintage, und nimmt Gebühren pro Angebot und Verkauf. Shopify ist ein Shopsystem ohne Käufer. Wer Reichweite braucht, beginnt auf einem Marktplatz; wer eine Marke mit eigener Kundenliste aufbauen will, braucht irgendwann einen Shop.