Ratgeber

Was kostet ein Onlineshop? Die Rechnung für Deutschland

Ein Onlineshop kostet in Deutschland zwischen 0 € Software und einem Agenturhonorar, und in jeder Rechnung ist die Software der kleinste Posten. Was zählt, sind die laufenden Kosten im Monat, die Gebühr je Verkauf und die Zahl der Bestellungen, ab der der Shop sich trägt.

Die Frage hat vier Antworten, weil es vier Wege gibt: ein gemieteter Baukasten, ein Open-Source-System auf eigenem Hosting, ein Shop, den eine Agentur baut, und der Marktplatz, auf dem du gar keinen eigenen Shop brauchst. Dieser Guide rechnet alle vier mit den Preisen durch, die am 24. Oktober 2026 auf den deutschen Seiten der Anbieter standen, und zwar aus Deutschland gelesen; das ist bei Shopify kein Detail, dazu gleich mehr. Jeder Preis trägt dieses Lesedatum, weil sich mehrere dieser Preise in den letzten Wochen geändert haben. Alle genannten Beträge verstehen sich, wo der Anbieter es so ausweist, zuzüglich Umsatzsteuer.

Was dieser Guide nicht ist: eine Anleitung zum Bauen. Die Schritte vom Konto bis zur Testbestellung und die vier Pflichten vor dem ersten Verkauf stehen im Guide Onlineshop erstellen; die vollständige Gebührenleiter von Shopify steht unter Shopify-Kosten. Hier geht es nur um die Frage, was der Shop kostet, im Monat, pro Verkauf und im Jahr.

Die kurze Antwort: vier Wege, vier Rechnungen

Jede Zeile dieser Tabelle ist ein veröffentlichter Preis vom 24. Oktober 2026, kein Schätzwert. Die Spalte ganz rechts ist die, die auf keiner Preisseite steht, und sie ist der Grund, warum der günstigste Weg selten der billigste ist.

WegFeste Kosten im MonatGebühr je VerkaufEinmaligWer bringt die Käufer
Baukasten: Shopify Basic32 € (24 € bei jährlicher Zahlung)1,6 % + 0,25 € je Standardkarte über Shopify Paymentskeine; 3 Tage Probezeit, dann 1 € im Monat für 3 Monatedu
Baukasten: STRATO Webshop Basic16 € im Monatsvertrag, 15 € im Jahresvertrag (erster Monat 0 €), bis 500 Produkte, Domain und SSL inklusiveje nach Zahlungsanbieter15 € Einrichtung im Monatsvertrag, 0 € im Jahresvertragdu
Open Source: WooCommerce auf STRATO E-Commerce-Hosting22 € im Monatsvertrag, 20 € im Jahresvertrag (erster Monat 0 €), Domain inklusive; Plugin 0 €je nach Zahlungsanbieter, etwa Stripe 1,5 % + 0,25 €10 € Einrichtung im Monatsvertrag, 0 € im Jahresvertragdu
Open Source: Shopware Community Edition oder JTL Start0 € Lizenz; Hosting extra, bei JTL 29 € je Shopje nach ZahlungsanbieterEinrichtung in deiner Zeit oder durch einen Dienstleisterdu
Erstellen lassenwie der gewählte Weg, plus oft eine Betreuungspauschalewie der gewählte WegAgenturhonorar ohne öffentlichen Marktpreisdu
Marktplatz: eBay.de gewerblich ohne Shop-Abo0 € Software; 0,35 € je FestpreisangebotVerkaufsprovision je Kategorie + 0,35 € je Bestellung (0,45 € über 10 €)keineeBay
Marktplatz: eBay.de privat0 €, bis 320 Angebote im Monat, danach 0,50 € je Angebotinnerhalb Deutschlands 0 €; 5 % bei Versand ins AuslandkeineeBay

Zwei Posten fehlen in jeder dieser Zeilen, weil sie an deinem Gewerbe hängen und nicht am Shop: die Rechtstexte und die Verpackungslizenz. Sie fallen bei jedem gewerblichen Weg an, auch auf dem Marktplatz, und stehen deshalb in Schritt 2. Private Verkäufer auf eBay.de haben beides nicht; dafür dürfen sie auch nur verkaufen, was privat ist.

Und ein Hinweis zu Shopify, der die Lesart dieser Tabelle verändert: Shopifys deutsche Preisseite zeigt je nach Standort des Lesers unterschiedliche Zahlen. Aus Deutschland gelesen stand dort am 24. Oktober 2026 Basic für 32 € im Monat mit 1,6 % plus 0,25 € je Karte; von außerhalb Deutschlands aufgerufen zeigte dieselbe Seite am selben Tag 27 € und 1,8 % plus 0,30 €. Dieser Guide nennt, was ein Händler in Deutschland sieht. Wenn du einen anderen Preis siehst, prüf zuerst, von wo aus du liest.

Schritt 1: Leg den Weg fest, bevor du Preise vergleichst

Der Vergleich von Planpreisen ist die zweite Entscheidung. Die erste ist der Weg, weil er bestimmt, welche Posten überhaupt in deiner Rechnung stehen.

Der Baukasten ist ein gemieteter Shop. Hosting, Updates, Sicherheit und meist die Zahlungsabwicklung stecken im Monatspreis; du zahlst dafür, dass du dich um nichts davon kümmerst. Shopify ist der bekannteste, der STRATO Webshop der deutsche Vertreter, Wix und Jimdo gehören in dieselbe Klasse. Die Preise von Wix und Jimdo ließen sich am 24. Oktober 2026 nicht aus den Preisseiten lesen, deshalb stehen sie hier nicht; ein nicht gelesener Preis ist keiner. Was Shopify im Vergleich zu anderen Systemen kann und nicht kann, steht unter Shopify-Alternativen.

Das Open-Source-System kostet keine Lizenz und legt die Arbeit in deine Hände. WooCommerce ist laut WordPress.org ein kostenloses Plugin mit über 7 Millionen aktiven Installationen; die Shopware Community Edition startet laut Preisseite ohne Plattform-Lizenzgebühr, Hosting und Implementierungspartner wählst du selbst; JTL Start kostet ab 0 € im Monat mit einem kostenfreien Basis-Shop bis 500 Artikel und verkauft laut Preisseite auf über 30 Marktplätzen ohne Zusatzlizenzen. Bezahlt wird für das Hosting: bei IONOS 1 € im Monat für zwölf Monate und danach 10 € im Bestseller-Paket, bei STRATO im E-Commerce-Paket mit WooCommerce-Plugin 22 € im Monatsvertrag oder 20 € im Jahresvertrag nach einem ersten Monat zu 0 €, bei JTL 29 € je Shop. Dazu kommt die Arbeit, die ein Baukasten sonst übernimmt: Updates, Backups, Serverpflege.

Erstellen lassen ist kein eigener Weg, sondern einer der beiden ersten mit einem Honorar obendrauf. Was das heißt und was öffentlich über Preise bekannt ist, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.

Der Marktplatz dreht die Rechnung um: keine festen Softwarekosten, dafür eine Verkaufsprovision je Verkauf, und die Käufer sind schon da. Für den Start ist das in den meisten Fällen der günstigste Weg, weil du Nachfrage siehst, bevor du Fixkosten aufbaust. Welche Marktplätze es in Deutschland neben eBay gibt und wen sie zulassen, steht im Vergleich der Online-Marktplätze.

Die Entscheidungsregel: Wer keine Technik und wenig Zeit hat, nimmt den Baukasten. Wer WordPress schon pflegt oder einen Server verwalten kann, spart mit Open Source die Miete und bezahlt mit Zeit. Wer noch nicht weiß, ob sich das Sortiment verkauft, startet auf dem Marktplatz und baut den Shop, wenn die Zahlen es rechtfertigen.

Schritt 2: Addiere die laufenden Kosten, die kein Plan ausweist

Hier liegt der Unterschied zwischen dem Preis auf der Planseite und der Abbuchung am Monatsanfang. Fünf Posten, die bei jedem gewerblichen Shop in Deutschland anfallen, und ein sechster, der bei den meisten anfällt:

PostenPreisQuelle, gelesen 24.10.2026
Software oder Plan0 € (WooCommerce, Shopware Community, JTL Start) bis 32 € (Shopify Basic)WordPress.org, Shopware, JTL, Shopify
Hosting für ein Open-Source-System5 € bis 20 € im Monat nach dem Aktionszeitraum (IONOS 5 €, 10 €, 15 €, 20 €; STRATO 5 € bis 20 €), 29 € je Shop bei JTLIONOS, STRATO, JTL
Domain mit der Endung de0,08 € im Monat in den ersten zwölf Monaten, danach 1,30 €IONOS
Rechtstexte: AGB, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrungab 9,90 € im Monat im Abo, monatlich kündbar, zuzüglich Umsatzsteuer; Pakete für mehrere Präsenzen 24,90 € und 54,90 €IT-Recht Kanzlei
Verpackungsregister LUCID0 €, die Registrierung ist kostenfreiZentrale Stelle Verpackungsregister
Systembeteiligung für Verpackungenab 39 € im Jahr, also ab 3,25 € im MonatLizenzero
Steuerberater, laufende Buchführung2/10 bis 12/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle C je Monat; bei bis zu 15.000 € Jahresumsatz ist die volle Gebühr 72 €, die Monatsgebühr also 14,40 € bis 86,40 €§ 33 StBVV, Anlage 3
Besucher und Werbungkein Listenpreis, der größte Postenkeine

Drei dieser Zeilen verdienen eine Erklärung, weil sie auf keiner Preisseite stehen und in keinem Vergleich der Baukästen vorkommen.

Die Rechtstexte sind in Deutschland ein Abo-Produkt, kein einmaliger Download, weil AGB, Datenschutzerklärung und Widerrufsbelehrung nachgepflegt werden müssen, wenn sich die Rechtslage ändert, und weil Fehler darin abgemahnt werden. Die IT-Recht Kanzlei nennt für das Paket AGB für Online-Shop 9,90 € im Monat, monatlich kündbar, zuzüglich Umsatzsteuer. Der Händlerbund bietet vier Mitgliedschaftspakete mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit; seine Preise ließen sich am Lesetag nicht aus der Seite lesen und stehen deshalb hier nicht. Was in die Texte gehört und welche Pflichten dahinterstehen, steht im Guide Ist Dropshipping legal, dessen Pflichtenkatalog für jeden Shop gilt.

Die Verpackungslizenz sind zwei Dinge, die oft verwechselt werden. Die Registrierung im Verpackungsregister LUCID ist laut Zentraler Stelle kostenfrei und für jeden Pflicht, der verpackte Ware an Endkunden in Verkehr bringt, ausdrücklich auch Online- und Versandhändler. Die Systembeteiligung, also der Vertrag mit einem dualen System für die Entsorgung deiner Versandverpackungen, kostet Geld: Lizenzero nennt ab 39 € im Jahr, und der Vertrag verlängert sich jährlich. Beides gilt auch, wenn du nur auf eBay.de verkaufst.

Der Steuerberater ist der Posten, für den es keinen Marktpreis gibt, aber eine Verordnung. Die Steuerberatervergütungsverordnung legt in § 33 fest, dass die Monatsgebühr für die Buchführung einschließlich Kontieren der Belege 2/10 bis 12/10 einer vollen Gebühr nach Tabelle C beträgt, und Tabelle C staffelt die volle Gebühr nach dem Jahresumsatz: 72 € bis 15.000 €, 101 € bis 25.000 €, 138 € bis 50.000 €, 188 € bis 100.000 €. Für einen Shop unter 15.000 € Umsatz liegt die Buchführung damit zwischen 14,40 € und 86,40 € im Monat; wo in der Spanne du landest, hängt vom Aufwand ab, und die Umsatzsteuervoranmeldung ist laut Absatz 8 darin enthalten. Jahresabschluss und Steuererklärungen kommen getrennt dazu. Ob du überhaupt ein Gewerbe anmelden musst und welche Schwellen dann gelten, steht im Guide zur Gewerbeanmeldung; Steuersätze nennen wir hier bewusst nicht.

Schritt 3: Rechne die Gebühr je Verkauf

Im eigenen Shop gibt es keine Verkaufsprovision. Was pro Verkauf abgeht, ist die Gebühr des Zahlungsdienstleisters, und sie hängt an der Zahlungsart und an der Herkunft der Karte, nicht am Shop-System. Die Beispielspalte rechnet mit 35 € im Warenkorb:

ZahlungswegGebühr je VerkaufBei 35 € im Warenkorb
Shopify Payments, Standardkarte online (Basic)1,6 % + 0,25 €0,81 €
Stripe, Standardkarte aus dem EWR1,5 % + 0,25 €0,78 €
Stripe, SEPA-Lastschrift0,35 € pauschal0,35 €
PayPal, Waren und Dienstleistungen im Inland2,49 % + 0,39 €1,26 €
Klarna über Shopify Payments (Basic) oder über Stripe2,99 % + 0,35 €1,40 €
Amex oder internationale Karte über Shopify Payments (Basic)3,1 % + 0,25 €1,34 €
Stripe, ausländische Karte außerhalb des EWR3,15 % + 0,25 €, plus 2 % bei Währungsumrechnung1,35 €
eBay.de gewerblich, Kategorie Kleidung und Accessoires12 % bis 990 € + 0,45 € je Bestellung über 10 €4,65 €

Drei Posten stehen in keiner Zeile und werden regelmäßig übersehen. Erstens: Wer auf Shopify einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzt, zahlt im Basic-Plan zusätzlich 2 % des Umsatzes an Shopify, in den höheren Plänen 1 %, 0,6 % und 0,2 %. Zweitens: Eine angefochtene Zahlung kostet extra, Stripe nennt 20 € je eingegangene Zahlungsanfechtung. Drittens: Die eBay-Zeile ist keine Zahlungsgebühr, sondern die Verkaufsprovision, die auf dem Marktplatz die festen Kosten ersetzt; sie unterscheidet sich je Kategorie, und die vollständige Tabelle mit einer durchgerechneten Bestellung steht im Guide zu den eBay-Gebühren.

Die Lesart: 0,81 € oder 1,26 € pro Verkauf klingen nach nichts, aber sie sind der Posten, der mit dem Umsatz wächst, während die festen Kosten stehen bleiben. Bei 10 € Rohmarge je Bestellung frisst PayPal 12,6 % davon, SEPA 3,5 %. Welche Zahlungsarten du anbietest, ist deshalb eine Kostenentscheidung, nicht nur eine Komfortfrage.

Schritt 4: Rechne zwölf Monate durch, nicht einen

Ein Monat täuscht, weil Aktionspreise, Einrichtungsgebühren und Jahresverträge die ersten Rechnungen verzerren. Deshalb hier drei Wege über zwölf Monate, gerechnet mit denselben Annahmen: 35 € je Bestellung, 10 € Rohmarge vor Gebühren, Rechtstexte zum Einstiegspreis von 9,90 € im Monat, Systembeteiligung zum Mindestentgelt von 39 € im Jahr. Der Steuerberater bleibt außen vor, weil er bei allen drei Wegen gleich anfällt.

Weg A, Shopify Basic bei monatlicher Zahlung. Plan 32 €, Domain 1,30 € zum Listenpreis, Rechtstexte 9,90 €, Systembeteiligung 3,25 €: 46,45 € fest im Monat, 557,40 € im Jahr. Je Bestellung gehen 0,81 € an Shopify Payments, es bleiben 9,19 €. 46,45 € geteilt durch 9,19 € sind 5,05, also braucht dieser Shop sechs Bestellungen im Monat, bevor er den ersten Euro verdient. Fünf bringen 45,95 € und decken die Fixkosten nicht.

Weg B, WooCommerce auf STRATO E-Commerce-Hosting im Jahresvertrag. Hosting 0 € im ersten Monat, danach 20 €, Domain inklusive: 220 € im ersten Jahr. Rechtstexte 118,80 € im Jahr, Systembeteiligung 39 €: zusammen 377,80 € im ersten Jahr, im Dauerbetrieb 33,15 € im Monat. Je Bestellung gehen 0,78 € an Stripe, es bleiben 9,22 €. 33,15 € geteilt durch 9,22 € sind 3,6, also vier Bestellungen im Monat. Der Preis dafür steht nicht auf der Rechnung: Updates, Backups und die Sicherheit des Servers sind deine Aufgabe oder die eines Dienstleisters.

Weg C, gewerbliches eBay-Konto ohne Shop-Abo, Kategorie Kleidung und Accessoires. Keine Software, keine Domain. Rechtstexte 9,90 € und Systembeteiligung 3,25 € bleiben, dazu 0,35 € Angebotsgebühr je Festpreisangebot, bei 30 Angeboten 10,50 € im Monat: 23,65 € fest. Je Bestellung gehen 12 % von 35 €, also 4,20 €, plus 0,45 € an eBay, es bleiben 5,35 €. 23,65 € geteilt durch 5,35 € sind 4,4, also fünf Bestellungen; mit zehn Angeboten statt dreißig sinken die Fixkosten auf 16,65 € und die Schwelle auf vier. Dafür zahlst du pro Bestellung mehr als das Fünffache des eigenen Shops. Ab wie vielen Angeboten sich das Shop-Abo rechnet, steht im Guide zu den eBay-Shop-Kosten.

WegFest im Monat (Dauerbetrieb)Bleibt je BestellungBestellungen bis zum ersten Euro
A: Shopify Basic, monatlich46,45 €9,19 €6
B: WooCommerce auf STRATO-Hosting, Jahresvertrag33,15 €9,22 €4
C: eBay.de gewerblich ohne Shop-Abo, 30 Angebote23,65 €5,35 €5

Die Tabelle sagt etwas Unbequemes: Bei kleinen Stückzahlen liegen die drei Wege dicht beieinander: Bei sechs Bestellungen kosten Weg A und Weg C je Bestellung fast dasselbe (8,55 € gegen 8,59 €), ab etwa sieben Bestellungen im Monat wird der eigene Shop je Bestellung günstiger als der Marktplatz, und der Abstand wächst mit jeder weiteren. Nur steht in Spalte zwei bei A und B eine Zahl, die der Marktplatz nicht braucht: die Bestellungen musst du selbst herbeiholen. Was Anzeigen dafür kosten, vom Tagesbudget bis zu den Werbekosten je Bestellung, steht unter Meta Ads Kosten. Deine eigenen Zahlen setzt du im Margenrechner ein.

Schritt 5: Prüf die Nachfrage, bevor die erste Abbuchung läuft

Alle Rechnungen oben setzen voraus, dass überhaupt jemand kauft. Das ist die Annahme, an der die meisten neuen Shops scheitern, und sie lässt sich vor der ersten Abbuchung prüfen, kostenlos auf eBay.de: Suche nach deinem Produkt, setz den Filter auf verkaufte Artikel, und du siehst abgeschlossene Verkäufe mit Preis und Datum.

Für die Frage, ob ein ganzes Sortiment einen Shop trägt, brauchst du die Zahlen auf Kategorie-Ebene: welche Nischen Umsatz machen und wie sich dieser Umsatz auf die Verkäufer verteilt. Das eBay Category Research Tool von ZIK Analytics zeigt für eBay-Kategorien und Unternischen die umsatzstärksten Verkäufer und die Verteilung der Marktanteile; eine Nische, in der zwei Verkäufer achtzig Prozent halten, trägt deinen Shop anders als eine mit dreißig gleich großen. Den Marktplatz stellst du in den Quick Settings auf eBay Deutschland.

Das eBay Category Research Tool: gefragte eBay-Nischen mit ihrem Umsatz, daneben die Verteilung der Marktanteile auf die Verkäufer einer Nische. Die Beispielansicht zeigt den US-Marktplatz in Dollar; mit eBay Deutschland in den Quick Settings stehen dort deutsche Zahlen in Euro

Die Regel ist dieselbe wie bei jeder Investition: Erst die Nachfrage, dann die Fixkosten. Verkauft sich das Sortiment auf eBay.de, kannst du dort sofort anfangen und den eigenen Shop bauen, sobald die Bestellungen die Schwelle aus Schritt 4 überschreiten. Verkauft es sich dort nicht, wird es im eigenen Shop ohne Besucher nicht besser.

Onlineshop erstellen lassen: was es kostet, und was trotzdem bei dir bleibt

Die Suche nach den Kosten einer Onlineshop-Erstellung ist in Deutschland eine eigene Frage, und sie wird fast ausschließlich von Agenturen beantwortet, die den Shop bauen wollen. Die ehrliche Antwort hat drei Teile.

Es gibt vier Preismodelle, keinen Marktpreis. Ein Festpreis für einen definierten Leistungsumfang; ein Stundensatz, abgerechnet nach Aufwand; ein Paketpreis, meist für Einrichtung, Theme-Anpassung und das Einpflegen einer bestimmten Zahl von Produkten; und eine monatliche Betreuungspauschale für Updates, Änderungen und Support nach dem Start. Welches Modell im Angebot steht, verändert deine Rechnung mehr als die Höhe des ersten Betrags: Ein Festpreis ist einmalig, eine Betreuungspauschale ist eine neue Zeile in Schritt 2.

Was öffentlich steht, ist wenig. Die eine Stelle mit veröffentlichten Preisen ist Shopifys Partner Directory, und dort stehen sie in US-Dollar und häufig nur als Kontakt für Preisgestaltung. Unsere Zählung vom 1. Oktober 2026 fand unter den ersten 16 Partnern mit Standort Deutschland 7 mit einem Startpreis zwischen ab 60 $ und ab 500 $ und 9 ohne Preis; die größte veröffentlichte Spanne reichte von 800 $ bis 80.000 $. Diese Zählung und was die Agentur-Leistungen im Einzelnen sind, stehen im Guide zu den Shopify-Kosten. Mehr als eine Größenordnung lässt sich daraus nicht ablesen, und eine Zahl ohne Leistungsbeschreibung ist nie der Preis deines Shops.

Was die Agentur nicht übernimmt. Jede Zeile aus Schritt 2 bleibt deine: Plan oder Hosting, Domain, Rechtstexte, Systembeteiligung, Zahlungsgebühren, Steuerberater. Das Honorar kommt obendrauf. Und die Pflichten bleiben ebenfalls bei dir: Die Informationspflichten aus § 5 DDG treffen den Diensteanbieter, also den, der den Shop betreibt, nicht den, der ihn gebaut hat. Vier Dinge gehören deshalb vor der Beauftragung schriftlich fest: wem Shop-Konto, Domain und Hosting gehören (dir); woher die Rechtstexte kommen und wer sie aktualisiert; was zur Übergabe gehört, mindestens eine Testbestellung, die komplett durchläuft; und wer nach dem Start Updates macht, wenn das System selbst gehostet ist.

Drei Rechenfehler, die den Shop teurer machen, als er ist

Den Aktionspreis als Dauerpreis nehmen. 1 € im Monat bei IONOS gilt für zwölf Monate, danach 10 €; 0,08 € für die Domain gilt für zwölf Monate, danach 1,30 €; Shopifys 1 € im Monat gilt für drei Monate, danach 32 €. Rechne mit dem Preis nach dem Aktionszeitraum, sonst verdoppeln sich die festen Kosten im zweiten Jahr, ohne dass du etwas geändert hast.

Netto und brutto mischen. Fast alle Anbieter in diesem Guide weisen Nettopreise aus, zuzüglich Umsatzsteuer. Ob du die Umsatzsteuer als Vorsteuer zurückbekommst oder nicht, hängt von deinem Status ab; die Frage dazu gehört in das Gespräch mit dem Steuerberater aus Schritt 2, nicht in diesen Guide.

Die Gebühr je Verkauf vergessen. 32 € im Monat ist eine Zahl, 0,81 € je Bestellung ist eine andere, und erst beide zusammen ergeben die Schwelle aus Schritt 4. Wer nur die erste addiert, unterschätzt den Shop bei jedem Umsatz; wer nur die zweite sieht, wundert sich über die Abbuchung im Monat ohne Verkäufe.

Fazit: die Software ist nie das Problem

Ein Onlineshop kostet in Deutschland wenig Software und viel Betrieb: 0 € bis 32 € für das System, 5 € bis 29 € für Hosting, wenn es Open Source ist, 1,30 € für die Domain, ab 9,90 € für Rechtstexte, ab 3,25 € für die Systembeteiligung, dazu der Steuerberater nach StBVV und die Zahlungsgebühr je Verkauf. Durchgerechnet heißt das: sechs Bestellungen im Monat bei Shopify, vier bei WooCommerce auf gemietetem Hosting, fünf auf eBay.de ohne Shop-Abo, bevor der erste Euro übrig bleibt, jeweils bei 35 € je Bestellung und 10 € Rohmarge.

Entscheide zuerst den Weg, dann das System, und prüfe vor beidem, ob dein Sortiment gefragt ist. Mit der 1$ Testphase von ZIK Analytics siehst du für jede eBay-Kategorie, welche Nischen auf eBay.de Umsatz machen und wie viele Verkäufer ihn sich teilen, und damit, ob der Shop, den du bezahlen willst, Käufer hat.

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop im Monat?

Für einen gewerblichen Shop in Deutschland mit den am 24. Oktober 2026 veröffentlichten Preisen: Software 0 € bis 32 € (WooCommerce, Shopware Community und JTL Start ohne Lizenz, Shopify Basic 32 €), Hosting für ein Open-Source-System 5 € bis 20 € bei IONOS oder STRATO, Domain 1,30 € bei IONOS nach dem ersten Jahr, Rechtstexte ab 9,90 €, Systembeteiligung für Verpackungen ab 3,25 € (39 € im Jahr), dazu der Steuerberater im Rahmen der StBVV. Ein Shopify-Shop liegt damit bei rund 46 € festen Kosten im Monat vor Steuerberater und Werbung, ein WooCommerce-Shop auf einem 20-Euro-Hosting bei rund 33 €. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer.

Kann man kostenlos einen Onlineshop erstellen?

Die Software ja, den Betrieb nein. WooCommerce ist ein kostenloses WordPress-Plugin, die Shopware Community Edition ist Open Source ohne Lizenzgebühr, JTL Start kostet 0 € im Monat mit einem Basis-Shop bis 500 Artikel. Hosting, Domain, Rechtstexte und die Systembeteiligung für Verpackungen fallen trotzdem an, und Besucher kosten Werbung oder Zeit. Ganz ohne laufende Kosten verkaufst du nur als Privatperson auf eBay.de: innerhalb Deutschlands kostenlos, bis zu 320 Angebote im Monat. Das gilt für private Verkäufe, nicht für ein Gewerbe.

Wie viel Geld braucht man für einen Onlineshop?

Für die Software und die Pflichtposten reichen im ersten Monat zweistellige Beträge: ein Shopify-Konto nach der dreitägigen Probezeit für 1 € im Monat in den ersten drei Monaten, danach 32 €; oder ein Hosting mit WooCommerce, bei STRATO im ersten Monat 0 € und danach 20 €; dazu Rechtstexte ab 9,90 € und die Systembeteiligung ab 39 € im Jahr. Was wirklich Kapital bindet, sind Ware und Werbung, und dafür gibt es keinen Listenpreis. Rechne deshalb vom Produkt her: Einkauf, Versand, Zahlungsgebühr und Werbebudget je Bestellung, dann weißt du, wie viele Bestellungen die festen Kosten decken.

Wie viel kostet ein professioneller Webshop?

Wenn mit professionell ein Shop gemeint ist, den eine Agentur baut, gibt es keinen Marktpreis, sondern einen Leistungsumfang und vier Preismodelle: Festpreis für einen definierten Umfang, Stundensatz nach Aufwand, Paketpreis für Einrichtung plus Theme plus Produkte, und eine monatliche Betreuungspauschale. Veröffentlichte Preise stehen fast nur in Shopifys Partner Directory, in US-Dollar; unsere Zählung vom 1. Oktober 2026 fand dort unter den ersten 16 deutschen Partnern 7 mit Startpreis zwischen ab 60 $ und ab 500 $ und 9 mit Kontaktaufforderung. Wenn mit professionell ein gewerblicher Shop auf einem großen System gemeint ist: Shopware Rise beginnt bei 600 € im Monat, Shopify Advanced bei 384 €.

Was kostet ein Online-Shop-Baukasten?

Ein Baukasten ist ein gemieteter Shop, in dem Software, Hosting, Updates und Zahlungsabwicklung aus einer Hand kommen. Die zwei Baukästen, deren deutsche Preise wir am 24. Oktober 2026 lesen konnten: Shopify Basic 32 € im Monat (24 € bei jährlicher Zahlung) plus 1,6 % und 0,25 € je Kartenzahlung, und der STRATO Webshop Basic für bis zu 500 Produkte zu 16 € im Monat im Monatsvertrag plus 15 € Einrichtung, oder 15 € im Monat im Jahresvertrag nach einem Monat zu 0 €. Wix und Jimdo gehören in dieselbe Klasse; ihre Preise ließen sich an diesem Tag nicht aus der Preisseite lesen, deshalb stehen sie hier nicht.

Was kostet es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?

Das, was im Angebot steht, und das lässt sich nicht vorher nachschlagen. Öffentlich sind nur Startpreise einzelner Shopify-Partner im Partner Directory, in US-Dollar; der größte dort veröffentlichte Rahmen reichte am 1. Oktober 2026 von 800 $ bis 80.000 $, was keine Preisspanne ist, sondern ein Leistungsunterschied. Rechne das Honorar immer zu den laufenden Kosten dazu: Plan oder Hosting, Domain, Rechtstexte, Verpackungslizenz, Zahlungsgebühren und Steuerberater bleiben nach der Übergabe deine, und die Pflichten aus § 5 DDG treffen den Betreiber, nicht die Agentur.

Was kostet ein Steuerberater für einen Onlineshop?

Die Buchführung rechnet ein Steuerberater nach der Steuerberatervergütungsverordnung ab, nicht nach Marktpreis: Die Monatsgebühr für Buchführung einschließlich Kontieren der Belege liegt nach § 33 StBVV zwischen 2/10 und 12/10 einer vollen Gebühr aus Tabelle C, und die volle Gebühr richtet sich nach dem Jahresumsatz. Bei bis zu 15.000 € Umsatz beträgt sie 72 €, die Monatsgebühr also 14,40 € bis 86,40 €; bei bis zu 50.000 € sind es 138 €, also 27,60 € bis 165,60 €. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist in dieser Gebühr enthalten. Jahresabschluss und Steuererklärungen kommen getrennt dazu.

Was kostet ein Onlineshop pro Verkauf?

Im eigenen Shop nur die Zahlungsgebühr, denn eine Verkaufsprovision gibt es dort nicht. Bei 35 € im Warenkorb: 0,81 € über Shopify Payments (1,6 % plus 0,25 €), 0,78 € über Stripe mit einer EWR-Standardkarte (1,5 % plus 0,25 €), 1,26 € über PayPal (2,49 % plus 0,39 €), 0,35 € per SEPA-Lastschrift über Stripe. Nutzt du auf Shopify einen externen Zahlungsanbieter, kommen im Basic-Plan 2 % des Umsatzes an Shopify dazu. Auf eBay.de ersetzt die Verkaufsprovision je Kategorie plus 0,35 € oder 0,45 € je Bestellung die festen Kosten; in der Kategorie Kleidung und Accessoires sind das 12 % bis 990 €.