Ratgeber

Onlineshop erstellen: Plattform, Kosten und Pflichten

Einen Onlineshop zu erstellen ist in Deutschland technisch eine Sache von einem Nachmittag und wirtschaftlich eine Entscheidung, die du vorher treffen solltest: Brauchst du überhaupt einen eigenen Shop, oder verkaufst du zuerst dort, wo die Käufer schon sind? Ein Marktplatz wie eBay.de bringt die Nachfrage mit, ein eigener Shop bringt niemanden mit. Die Software kostet zwischen 0 € und 27 € im Monat, die Besucher kosten in jedem Fall mehr.

Dieser Guide geht den ehrlichen Weg einmal durch: erst die Frage Marktplatz oder eigener Shop, dann die vier Plattformen, die in Deutschland zählen (Shopify, Shopware, WooCommerce und JTL), mit den Preisen von ihren eigenen Preisseiten, dann die Pflichten, die vor dem ersten Verkauf stehen, und am Ende die Antwort auf die Frage, die nach dem Start am häufigsten kommt: Warum kauft niemand?

Alle Zahlen stammen von den Preisseiten der Anbieter und von eBay selbst, Stand 6. Oktober 2026. Steuern lassen wir hier bewusst weg; dafür gibt es den Guide zur Gewerbeanmeldung, der die Schwellen und Fristen behandelt.

Marktplatz zuerst oder eigener Shop: die Entscheidung vor der Plattform

Die meisten Anleitungen beginnen mit dem Baukasten. Das ist die falsche Reihenfolge, weil der Baukasten das kleinste Problem ist. Das große Problem eines eigenen Shops ist, dass er am ersten Tag null Besucher hat. Jeder Besucher muss gekauft, gesucht oder verdient werden, mit Anzeigen, mit Suchmaschinen oder mit einer Marke, die es schon gibt.

Ein Marktplatz dreht das um. Auf eBay.de suchen die Käufer bereits nach dem, was du verkaufst; du zahlst dafür mit Gebühren pro Verkauf statt mit Werbebudget pro Besucher. Für den Start ist das fast immer der günstigere Weg, weil du Nachfrage sehen kannst, bevor du Fixkosten aufbaust. Welche Kanäle es neben eBay gibt und wen sie zulassen, steht im Vergleich der Online-Marktplätze.

So sehen die Optionen nebeneinander aus, jeweils mit dem Preis von der Seite des Anbieters:

WegWas es im Monat kostetWas pro Verkauf abgehtWer die Käufer bringt
eBay.de, privatnichts; innerhalb Deutschlands kostenlos, bis 320 Angebote im Monat, danach 0,50 € je Angebotinnerhalb Deutschlands nichts, bei Lieferadresse im Ausland 5 %eBay
eBay.de, gewerblich mit Basis-Shop39,95 € Abonnement, 400 Festpreisangebote im Monat inklusiveVerkaufsprovision je Kategorie (siehe eBay-Gebühren)eBay
Shopify Basic27 € (19 € bei jährlicher Zahlung)1,8 % + 0,30 € je Kartenzahlungdu
WooCommerce0 € für das Plugin; Hosting und Domain extraje nach Zahlungsanbieterdu
Shopware Community Edition0 € Lizenz, Open Source, selbst gehostetje nach Zahlungsanbieterdu
JTL Startab 0 €, Basis-Shop bis 500 Artikel; Hosting 29 € je Shopje nach Zahlungsanbieterdu

Die rechte Spalte ist die, die zählt. In drei von sechs Zeilen bringst du die Käufer selbst mit, und das ist der Posten, den keine Preisseite ausweist.

Was kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?

Das ist die Frage, die Google bei dieser Suche am häufigsten einblendet, und die ehrliche Antwort hat drei Schichten.

Die erste Schicht ist die Software, und die ist billig. Shopify Basic steht auf der deutschen Preisseite mit 27 € im Monat, 19 € bei jährlicher Zahlung; der Grow-Plan mit 74 € (56 € jährlich), Advanced mit 384 € (289 € jährlich). WooCommerce ist laut WordPress.org ein kostenloses Open-Source-Plugin mit über 7 Millionen aktiven Installationen. Die Shopware Community Edition ist Open Source ohne Lizenzpreis, mit dem Hinweis, dass Setup und Wartung in deiner Verantwortung liegen. JTL Start beginnt bei 0 € im Monat mit einem Basis-Shop bis 500 Artikel.

Die zweite Schicht sind die Kosten, die auf keiner Planseite stehen: Hosting bei den Open-Source-Systemen (JTL nennt 29 € im Monat je Shop für Hosting, Updates und Support), eine Domain, rechtssichere Texte, die Verpackungslizenz und ein Theme, falls das kostenlose nicht reicht. Für Shopify sind diese Posten im Guide zu den Shopify-Kosten einzeln durchgerechnet.

Die dritte Schicht ist die teuerste: Besucher. Ein eigener Shop verkauft nichts, solange ihn niemand kennt. Werbung, Suchmaschinenoptimierung oder ein Marktplatz als zweiter Kanal sind keine Extras, sondern die Bedingung dafür, dass die ersten beiden Schichten sich je rechnen. Wer die Frage nach dem Startkapital stellt, sollte deshalb nicht die Software addieren, sondern vom Produkt her rechnen: Was kostet ein Verkauf an Ware, Versand, Gebühren und Werbung, und wie viele Verkäufe decken die Fixkosten?

Schritt 1: Prüfe die Nachfrage, bevor du etwas aufsetzt

Der erste Schritt findet nicht im Baukasten statt, sondern auf eBay.de. Dort siehst du, ob das, was du verkaufen willst, überhaupt gekauft wird: Suche nach dem Produkt, setz den Filter auf verkaufte Artikel, und du bekommst abgeschlossene Verkäufe mit Preis und Datum. Das ist die einzige frei zugängliche Stelle in Deutschland, an der Nachfrage sichtbar wird, bevor du einen Cent ausgibst.

Für einzelne Produkte reicht der Filter. Für ein Sortiment, also die Frage, ob eine ganze Kategorie einen Shop trägt, brauchst du die Zahlen zusammengefasst: wie viele Angebote es gibt, wie viele davon in 30 Tagen verkauft wurden, zu welchem Durchschnittspreis. Das eBay Product Research Tool von ZIK Analytics zeigt genau das zu einem Suchbegriff; mit eBay Deutschland in den Quick Settings stehen dort die Euro-Zahlen von eBay.de. Die Abverkaufsquote, also der Anteil der Angebote, die sich in 30 Tagen mindestens einmal verkauft haben, sagt dir, ob ein Markt saugt oder voll steht.

Das eBay Product Research Tool zu einem Suchbegriff: Abverkaufsquote, Zahl der Angebote, verkaufte Stück und Durchschnittspreis, darunter die einzelnen Angebote mit ihren Verkäufen der letzten 30 Tage. Die Beispielansicht zeigt den US-Marktplatz in Dollar; mit eBay Deutschland in den Quick Settings stehen dort deutsche Zahlen in Euro

Die Entscheidungsregel ist einfach: Verkauft sich das Sortiment auf eBay.de, kannst du dort sofort anfangen und den eigenen Shop später aufsetzen, wenn du weißt, was läuft. Verkauft es sich auf eBay.de nicht, wird es in einem Shop ohne Besucher nicht besser. Wie du aus den Zahlen konkrete Produkte ableitest, zeigt der Guide zum Finden von Dropshipping-Produkten, der auch ohne Dropshipping funktioniert.

Schritt 2: Wähle die Plattform, die zu deiner Technik passt

Wenn die Nachfrage steht, wählst du das System. Die vier, die in Deutschland zählen, unterscheiden sich weniger im Preis als in der Frage, wer sich um Hosting, Updates und Sicherheit kümmert.

Shopify ist der gemietete Shop: Konto anlegen, Theme wählen, Produkte einstellen, Zahlungsarten aktivieren, fertig. Hosting und Updates sind im Plan. Die deutsche Preisseite nennt für Basic 27 € im Monat und Zahlungsgebühren von 1,8 % plus 0,30 € je Transaktion, für Grow 1,6 % plus 0,30 €, für Advanced 1,5 % plus 0,30 €. Shopify Plus beginnt bei 2.100 € im Monat. Was Shopify dir im Vergleich zu einem Marktplatz gibt und nicht gibt, steht im Artikel Was ist Shopify.

Shopware ist das deutsche System mit zwei Gesichtern. Die Community Edition ist Open Source mit MIT-Lizenz, kostet keine Lizenz und läuft auf deinem eigenen Hosting; Setup und Wartung liegen bei dir. Die Cloud-Pläne Rise und Evolve beginnen laut Preisseite bei 600 € und 2.400 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, und der Preis richtet sich nach dem Gross Merchandise Value, also deinem Umsatz. Für den Start ist nur die Community Edition relevant, und die setzt voraus, dass du oder jemand in deiner Nähe einen Server verwalten kann.

WooCommerce ist das Plugin, das aus einer WordPress-Seite einen Shop macht. Die Kernplattform ist laut WordPress.org kostenlos und Open Source; die Inhalte und Daten deines Shops gehören dir. Bezahlt wird für Hosting, Domain und die Erweiterungen, die du brauchst. Wer WordPress schon pflegt, ist hier schnell; wer es nicht kennt, lernt zwei Systeme auf einmal.

JTL kommt von der Warenwirtschaft her. JTL Start ist laut Preisseite ab 0 € im Monat zu haben, mit unbegrenzten Nutzern und einem kostenfreien Basis-Shop bis 500 Artikel; das Shop-Hosting kostet 29 € im Monat je Shop. Bestellungen aus dem eigenen Shop sind inklusive, Bestellungen von Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Shopify laufen über Auftragspakete ab 25 € im Monat für 100 Bestellungen. JTL ist die Wahl, wenn du von Anfang an eBay und einen eigenen Shop aus einem Lagerbestand bedienen willst.

Die Faustregel: Keine Technik, wenig Zeit, erst mal sehen, ob es läuft: Shopify. WordPress vorhanden: WooCommerce. Mehrere Kanäle und echte Warenwirtschaft von Tag eins: JTL. Wachsender Händler mit Entwicklerzugang: Shopware.

Schritt 3: Melde das Gewerbe an und kläre die Pflichten

Wer regelmäßig verkauft, um Gewinn zu machen, handelt gewerblich, und das gilt für den eigenen Shop genauso wie für eBay. Die Anmeldung beim Gewerbeamt, der Fragebogen des Finanzamts und die Fristen danach stehen Schritt für Schritt im Guide zur Gewerbeanmeldung; die Frage, was ein Händler in Deutschland sonst noch beachten muss, beantwortet der Artikel Ist Dropshipping legal, dessen Pflichtenkatalog für jeden Onlineshop gilt, ob mit oder ohne Dropshipping.

Vier Pflichten müssen vor dem ersten Verkauf im Shop stehen, und bei allen vieren ist die Rechtsgrundlage öffentlich nachlesbar:

PflichtWas konkret verlangt wirdGrundlage
ImpressumName, Anschrift, Rechtsform, Kontaktdaten mit E-Mail-Adresse, Registernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden§ 5 DDG
BestellbuttonDie Schaltfläche ist mit nichts anderem als zahlungspflichtig bestellen oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet; die Pflichtinformationen stehen unmittelbar davor§ 312j BGB
WiderrufsrechtVerbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu; die IHK Frankfurt nennt 14 Tage; Ausnahmen gelten unter anderem für nach Kundenwunsch angefertigte Ware und versiegelte Hygieneartikel§ 312g BGB
VerpackungsregisterWer verpackte Ware in Verkehr bringt, registriert sich im Verpackungsregister LUCID; die Registrierung ist kostenfrei; für systembeteiligungspflichtige Verpackungen kommt die Systembeteiligung und die Datenmeldung dazuLUCID, Zentrale Stelle Verpackungsregister

Dazu kommen laut IHK Frankfurt ein klar strukturierter Bestellprozess, Allgemeine Geschäftsbedingungen, eine Datenschutzerklärung, weil personenbezogene Kundendaten nur mit gesetzlicher Grundlage oder Einwilligung erhoben werden dürfen, und die Vorgaben für Geschäftsbriefe und Rechnungen. Die Shop-Systeme liefern Felder für diese Texte, nicht die Texte selbst; die kommen von einem Anwalt oder einem Rechtstexte-Dienst, und dieser Posten gehört in die Kalkulation.

Schritt 4: Baue den Shop und teste den Bestellweg

Erst jetzt beginnt die Arbeit im Baukasten, und sie ist bei allen vier Systemen ähnlich:

  1. Domain verbinden. Bei Shopify kaufst oder verbindest du die Domain in den Einstellungen, bei den Open-Source-Systemen zeigt die Domain auf dein Hosting.
  2. Theme wählen und reduzieren. Ein kostenloses Theme reicht für den Start. Streiche alles, was das Theme mitbringt und du nicht brauchst: Slider, Countdown, Newsletter-Popup.
  3. Produkte anlegen. Titel, Beschreibung, Bilder, Preis mit Umsatzsteuer, Versandgewicht, Lagerbestand. Nimm die Titel, die du in Schritt 1 bei den verkauften Artikeln gesehen hast, als Vorlage dafür, wie Käufer suchen.
  4. Zahlungsarten aktivieren. Bei Shopify ist die Kartenzahlung mit den oben genannten Gebühren eingebaut; bei den anderen Systemen bindest du einen Zahlungsanbieter an. Schau nach, welche Zahlungsarten die größten Shops deiner Kategorie anbieten, und biete dieselben an.
  5. Versandregeln setzen. Ein Preis für Deutschland, ein Preis für das EU-Ausland, und die Versandkosten sichtbar, bevor der Käufer in den Bestellprozess geht.
  6. Rechtstexte einfügen. Impressum, Datenschutz, AGB, Widerrufsbelehrung, jeweils als eigene Seite und im Footer verlinkt; Widerrufsbelehrung und AGB zusätzlich im Bestellprozess.
  7. Eine Testbestellung durchführen. Vom Produkt bis zur Bestellbestätigung, auf dem Handy. Prüfe dabei den Button: Steht da zahlungspflichtig bestellen, und stehen Preis, Versandkosten und Lieferzeit direkt darüber?

Der siebte Punkt ist der, den die meisten überspringen, und der, der bei Abmahnungen am häufigsten fehlt.

Schritt 5: Hol Käufer in den Shop, oder nimm den Marktplatz dazu

Der Shop ist online, und jetzt passiert das, was in der Frage "Warum kauft niemand in meinem Onlineshop?" steckt: nichts. Ein neuer Shop hat keine Besucher, und keine Plattform ändert das. Drei Wege bringen welche:

  • Bezahlte Anzeigen. Meta und Google liefern Besucher ab dem ersten Tag, kosten aber pro Klick, und die Rechnung geht nur auf, wenn die Marge pro Verkauf die Werbekosten trägt. Welche Anzeigen Wettbewerber in Deutschland gerade schalten, siehst du vor dem ersten Euro in der Meta-Werbebibliothek.
  • Suchmaschinen. Kostenlos, aber langsam: Kategorie- und Produktseiten mit echten Texten, die Fragen beantworten, brauchen Monate, bis sie ranken.
  • Der Marktplatz als zweiter Kanal. Die Produkte, die du in Schritt 1 als gefragt erkannt hast, stellst du zusätzlich auf eBay.de ein. Dort sind die Käufer, und jeder Verkauf dort finanziert den Aufbau des eigenen Shops. JTL verarbeitet laut Preisseite Bestellungen von Amazon, eBay und Shopify in einem System; bei den anderen Systemen prüfst du vor der Wahl, ob es eine Anbindung an eBay gibt.

Die ehrliche Reihenfolge für die meisten Händler ist deshalb: Marktplatz zuerst, Shop parallel aufbauen, Werbung erst, wenn die Marge pro Verkauf bekannt ist.

Onlineshop erstellen kostenlos: was wirklich geht

"Kostenlos" ist bei dieser Suche das zweithäufigste Wort, und es verdient eine genaue Antwort, weil es drei verschiedene Dinge meint.

Kostenlose Software gibt es: WooCommerce als Plugin, die Shopware Community Edition und JTL Start kosten keine Lizenz. Bezahlt wird trotzdem, nämlich für Hosting (JTL nennt 29 € im Monat je Shop), Domain und Rechtstexte. Shopify nennt auf der deutschen Preisseite drei Tage Probezeit ohne Zahlung und danach 1 € im Monat für drei Monate, ab dem vierten Monat den regulären Planpreis.

Einen kostenlosen Shop im Sinne von "ohne laufende Kosten verkaufen" gibt es in Deutschland nur auf eBay.de als Privatperson: Der Verkauf innerhalb Deutschlands ist laut eBay kostenlos, bis zu 320 Angebote im Monat, danach 0,50 € je Angebot, und 5 % internationale Gebühr, wenn die Lieferadresse außerhalb Deutschlands liegt. Sobald du gewerblich verkaufst, gilt das nicht mehr; dann zählen die Provisionen aus dem Gebührenguide.

Kostenlose Besucher gibt es nirgends. Das ist der Posten, der entscheidet, und er fehlt in jedem "kostenlos Onlineshop erstellen"-Versprechen.

Fazit: erst die Nachfrage, dann der Shop

Einen Onlineshop zu erstellen kostet in Deutschland wenig Software und viel Reichweite. Entscheide zuerst, ob du einen eigenen Shop brauchst oder zuerst dort verkaufst, wo die Käufer sind. Wähle dann das System nach deiner Technik: Shopify ohne eigenes Hosting, WooCommerce bei vorhandenem WordPress, JTL für mehrere Kanäle, Shopware für Entwicklerzugang. Stell Impressum, Bestellbutton, Widerrufsbelehrung und die LUCID-Registrierung vor den ersten Verkauf, und teste den Bestellweg auf dem Handy.

Und prüfe vor allem, ob dein Sortiment gefragt ist, bevor du Fixkosten aufbaust. Mit der 1$ Testphase von ZIK Analytics siehst du für jeden Suchbegriff, was auf eBay.de in den letzten 30 Tagen zu welchem Preis verkauft wurde, und damit, ob der Shop, den du bauen willst, Käufer hat.

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?

Die Software ist der kleinste Teil. Shopify Basic kostet laut deutscher Preisseite 27 € im Monat (19 € bei jährlicher Zahlung) plus 1,8 % und 0,30 € je Kartenzahlung. WooCommerce ist ein kostenloses WordPress-Plugin, die Shopware Community Edition ist Open Source ohne Lizenzpreis, JTL Start beginnt bei 0 € im Monat mit einem Basis-Shop bis 500 Artikel. Dazu kommen in jedem Fall Hosting oder Plan, eine Domain, Rechtstexte, die Verpackungslizenz und das Budget, mit dem du überhaupt Besucher in den Shop holst.

Wie viel Startkapital braucht man für einen Onlineshop?

Eine seriöse Zahl gibt es nicht, weil der größte Posten nicht die Software ist, sondern Ware und Werbung. Wer mit eigenem Lager startet, bindet Kapital in Bestand; wer mit Dropshipping startet, braucht Budget für Anzeigen, weil ein eigener Shop ohne Werbung keine Besucher hat. Rechne deshalb vom Produkt her: Einkaufspreis, Versand, Gebühren und ein Werbebudget pro Verkauf, dann weißt du, wie viele Verkäufe die Fixkosten decken.

Kann man kostenlos einen Onlineshop erstellen?

Die Software ja, den Shop nein. WooCommerce, die Shopware Community Edition und JTL Start kosten keine Lizenz, brauchen aber Hosting (bei JTL zum Beispiel 29 € im Monat je Shop), eine Domain und Rechtstexte. Shopify nennt drei Tage Probezeit ohne Zahlung und danach 1 € im Monat für drei Monate. Wirklich ohne laufende Kosten verkaufst du nur als Privatperson auf eBay.de: innerhalb Deutschlands kostenlos, bis zu 320 Angebote im Monat.

Wie kann ich selbst einen Webshop erstellen?

Mit einem Baukasten wie Shopify richtest du Konto, Theme, Produkte, Zahlungsarten und Versandregeln selbst ein, ohne Technik. Mit WooCommerce, Shopware Community oder JTL Start installierst du die Software auf eigenem oder gemietetem Hosting und bist für Updates und Sicherheit selbst verantwortlich. In beiden Fällen gehören Impressum, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und der korrekte Bestellbutton dazu, bevor der Shop online geht.

Warum kauft niemand in meinem Onlineshop?

Meistens, weil niemand ihn findet. Ein eigener Shop hat am ersten Tag null Besucher, ein Marktplatz wie eBay.de hat die Käufer bereits. Prüfe zuerst, ob dein Sortiment überhaupt gesucht wird: Verkaufte Artikel, Durchschnittspreis und Abverkaufsquote auf eBay.de zeigen, ob Nachfrage da ist. Wenn ja, fehlt dem Shop Reichweite, also Anzeigen, Suchmaschinen oder ein Marktplatz als zweiter Kanal. Wenn nein, ist das Sortiment das Problem, nicht der Shop.

Shopify, Shopware, WooCommerce oder JTL: was passt für den Start?

Für einen Einzelhändler ohne Technik ist Shopify der schnellste Weg, weil Hosting, Updates und Zahlungsabwicklung im Plan stecken. WooCommerce passt, wenn du WordPress schon kennst und Hosting selbst verwaltest. Shopware ist in der Community Edition kostenlos, die Cloud-Pläne beginnen bei 600 € im Monat und richten sich nach dem Umsatz, also eher für wachsende Händler. JTL ist stark, wenn du von Anfang an Warenwirtschaft und mehrere Marktplätze aus einem System bedienen willst.