Dropshipping starten: die deutsche Reihenfolge in 8 Schritten
Dropshipping startest du in Deutschland in acht Schritten, und die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage: Erst den Weg wählen, dann das Gewerbe anmelden, dann ein Produkt mit belegter Nachfrage finden, dann einen Lieferanten prüfen, dann die Marge rechnen, dann das erste Angebot einstellen, dann die Bestellung abwickeln, und erst danach wachsen. Wer die Schritte tauscht, bezahlt es: mit einer Abmahnung, mit Ware, die niemand kauft, oder mit einem Konto, das gesperrt wird.
Die Videos beginnen beim Produkt und enden beim Umsatz. Diese Seite beginnt beim Gewerbeamt und endet bei der zweiten Bestellung, weil das der Weg ist, den ein Verkäufer in Deutschland tatsächlich geht. Jeder Schritt nennt den Ort, an dem er passiert, und den Leitfaden, der ihn im Detail beschreibt.
Wie funktioniert Dropshipping?
Dropshipping ist Handel ohne eigenes Lager. Du bietest ein Produkt an, ein Käufer bestellt und bezahlt bei dir, du bestellst beim Lieferanten und trägst die Adresse des Käufers ein, und der Lieferant versendet direkt an ihn. Dein Gewinn ist die Differenz zwischen deinem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis, abzüglich aller Gebühren, Retouren und Werbung.
Der Käufer kennt in diesem Ablauf nur dich. Er bewertet dich, er schreibt dir, wenn das Paket ausbleibt, und er widerruft bei dir. Dropshipping ist deshalb Handel mit ausgelagertem Versand und nicht ein Geschäft ohne Arbeit. Was das Modell im Einzelnen bedeutet, welche zwei Wege es gibt und woran es scheitert, steht im Grundlagenartikel Was ist Dropshipping?; hier geht es um die Reihenfolge.
Die acht Schritte auf einen Blick
| Schritt | Wo er passiert | Was er kostet | Leitfaden |
|---|---|---|---|
| 1. Weg wählen | am Schreibtisch | nichts | eBay-Dropshipping-Guide, Was ist Dropshipping |
| 2. Gewerbe anmelden | Gewerbeamt, oft online | Anmeldegebühr der Gemeinde | Gewerbe anmelden, Ist Dropshipping legal |
| 3. Nachfrage prüfen | Recherche-Werkzeug | Werkzeug oder Zeit | Dropshipping-Produkte finden |
| 4. Lieferant prüfen | Plattform des Lieferanten | Testbestellung | Dropshipping-Lieferanten |
| 5. Marge rechnen | Tabelle | nichts | eBay-Gebühren |
| 6. Erstes Angebot | eBay.de oder Shopify-Adminbereich | Provision je Verkauf oder Shop-Abo | Bei eBay verkaufen |
| 7. Bestellung abwickeln | beim Lieferanten, dann beim Käufer | Einkaufspreis, Versand | eBay-Dropshipping-Guide |
| 8. Wachsen | Sortiment, Anzeigen | Werbebudget beim Shop-Weg | KI-Dropshipping, Meta Werbebibliothek |
Die Kosten in der Tabelle sind Posten, keine Summen. Was Dropshipping insgesamt kostet, hängt vom Weg ab, und der ist der erste Schritt.
Schritt 1: Wähl den Weg, eBay.de oder eigener Shop
Die erste Entscheidung bestimmt alle Kosten danach. Bei eBay.de verkaufst du auf einem Marktplatz, auf dem die Käufer schon suchen; du zahlst eine Provision pro Verkauf, keine Pflicht-Grundgebühr, und konkurrierst in offenen Suchergebnissen. Mit einem Shopify-Shop baust du einen eigenen Laden, der nach der deutschen Preisseite von Shopify, gelesen am 21. September 2026, ab 19 € im Monat bei jährlicher Zahlung kostet; dafür gehören dir Marke und Kundendaten, und jeden Besucher bringst du selbst.
Wie sehr der Shop-Weg an Werbung hängt, lässt sich für Deutschland messen: 52,8% der deutschen Shopify-Shops, die in 30 Tagen etwas verkauft haben, schalten Meta-Anzeigen. Die Zahl stammt aus dem ZIK Marketplace Index (ZMI), der 5.912 Shopify-Shops mit Länderzuordnung Deutschland beobachtet, erhoben am 04.09.2026.
Für den Anfang verzeiht eBay.de mehr: Du lernst mit vorhandener Nachfrage und kannst ohne Werbebudget erste Verkäufe erreichen. Wie der Weg auf eBay.de im Detail funktioniert, mit den Regeln, die eBay setzt, steht im eBay-Dropshipping-Guide. Viele Verkäufer starten dort und nehmen den Shop später dazu, wenn ein Produkt trägt. Der Shop-Weg mit seinen sechs Schritten, vom Gewerbe bis zur ersten Anzeige, steht unter Shopify Dropshipping.
Schritt 2: Melde das Gewerbe an, bevor du verkaufst
Der zweite Schritt findet beim Gewerbeamt statt, in vielen Gemeinden online. Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, handelt gewerblich und muss das nach § 14 der Gewerbeordnung anzeigen, und zwar bevor das erste Angebot online geht, nicht wenn die ersten Verkäufe laufen. Die Anmeldung selbst ist der einfache Teil; wie sie abläuft, welche Angaben das Formular verlangt und was danach vom Finanzamt kommt, steht unter Gewerbe anmelden für eBay und Dropshipping.
Mit dem Gewerbe kommt der Pflichtenkatalog, der in Deutschland vom ersten Verkauf an gilt: Verbraucher haben nach § 312g BGB ein Widerrufsrecht, du brauchst ein Impressum, die Registrierung nach dem Verpackungsgesetz und eine Antwort auf die Umsatzsteuerfrage, die du früh mit einer Steuerberatung klärst. Das alles steht in einem eigenen Ratgeber, Ist Dropshipping legal?, und der Grund, warum es Schritt zwei ist und nicht Schritt sechs, ist die Abmahnung: Wer als Privatverkäufer auftritt und gewerblich handelt, wird in Deutschland zuverlässig darauf hingewiesen, und das kostet.
Schritt 3: Prüf die Nachfrage mit Verkaufsdaten
Der dritte Schritt entscheidet darüber, ob du verkaufst. Ein Produkt ohne Nachfrage verkauft sich auf keinem Weg, und die Nachfrage lässt sich vor dem ersten Angebot prüfen, weil eBay.de Verkäufe öffentlich macht.
Die Prüfung stellt drei Fragen an einen Suchbegriff: Wie viele Stück wurden in den letzten 7 bis 30 Tagen verkauft? Wie viele Angebote konkurrieren darum, und welcher Anteil davon hat überhaupt verkauft? Und welchen Durchschnittspreis erzielen die Verkäufer, denn das ist deine Obergrenze? Als Anfängerschwelle hat sich bewährt: mindestens zwei Verkäufe in sieben Tagen bei weniger als fünf Wettbewerbern. Die ganze Methode mit Beispielen aus eBay.de steht unter Dropshipping-Produkte finden, und das Werkzeug, das diese Zahlen zu einem Suchbegriff zurückgibt, ist die eBay-Produktrecherche. Stell dort in den Quick Settings den Marktplatz auf eBay Deutschland, sonst prüfst du amerikanische Nachfrage in Dollar.
Ohne Werkzeug geht es auch, langsamer: eBay.de nach dem Begriff durchsuchen, auf verkaufte Artikel filtern und zählen. Was nicht geht, ist die Abkürzung über eine Bestseller-Liste aus einem Video. Die Produkte darin sind überlaufen, sobald das Video Aufrufe hat.
Schritt 4: Such den Lieferanten und klär den Lieferweg
Der vierte Schritt findet auf der Plattform des Lieferanten statt, und er hat in Deutschland eine Regelseite und eine Praxisseite. Die Regelseite gilt für eBay: eBay erlaubt den Direktversand, wenn deine Bestellung direkt von einem Großhändler abgewickelt wird, und verbietet es, einen Artikel einzustellen und ihn dann bei einem anderen Einzelhändler oder Marktplatz zu kaufen, der an deinen Käufer versendet. Amazon ist ein Einzelhändler. Ein Amazon-Preis ist deshalb ein Preisvergleich für deine Kalkulation, kein Lieferweg. Warum das so ist und was Amazon.de selbst als Verkaufskanal verlangt, steht unter Amazon-Dropshipping.
Die Praxisseite ist die Lieferzeit. AliExpress und Alibaba liefern den niedrigsten Einkaufspreis und die längste Lieferzeit; ein europäischer Großhändler mit Lager in der EU liefert schneller, teurer und verzollt. Welche Quellen für Dropshipping aus Deutschland infrage kommen und wie du einen Lieferanten prüfst, von der Testbestellung bis zur Frage, was auf dem Paket steht, ist unter seriöse Dropshipping-Lieferanten finden beschrieben.
Wer den Lieferantenkatalog nicht von Hand durchgehen will, lässt ihn scannen: Der Autopilot von ZIK Analytics durchsucht Lieferantenkataloge nach Filtern wie Verkaufszahlen, Preis, Wettbewerb und ROI, gleicht die Treffer mit eBay-Angeboten ab und liefert eine Liste, die sich als CSV exportieren oder an ein Listing-Werkzeug übergeben lässt. Für eBay Deutschland stehen dabei AliExpress und Alibaba als Lieferantenquellen bereit. Die AliExpress-Quelle kennt keinen Marktplatzfilter und liefert überwiegend in den USA gelistete Artikel; die Trefferliste ist deshalb ein Ideenvorrat, und die Nachfrage auf eBay.de prüfst du für jeden Kandidaten noch einmal wie in Schritt 3.
Schritt 5: Rechne die Marge mit allen deutschen Zeilen
Der fünfte Schritt ist eine Tabelle, und sie entscheidet, ob Schritt sechs stattfindet. Verkaufspreis minus Einkaufspreis ist keine Marge. Von jedem Euro Verkaufspreis gehen in Deutschland die Umsatzsteuer ab, sobald du nicht unter die Kleinunternehmerregelung fällst, dann die Verkaufsprovision der Plattform, dann Versand, Zahlungsgebühren, ein Anteil für Retouren und beim Shop-Weg die Werbung. Was übrig bleibt, ist der Gewinn pro Stück, und der ist meist klein; verdient wird über Stückzahlen aus mehreren funktionierenden Produkten.
Die Provisionssätze von eBay hängen von der Kategorie ab und stehen im Guide zu den eBay-Gebühren für Verkäufer. Beim Shopify-Shop stehen die Zahlungsgebühren auf der deutschen Preisseite: 1,8% plus 0,30 € je Online-Kartenzahlung im Basic-Plan, 4,99% plus 0,35 € bei Klarna, Stand 21. September 2026. Rechne mit dem Durchschnittspreis aus Schritt 3 als Obergrenze, nicht mit deinem Wunschpreis. Findest du keinen Lieferanten deutlich darunter, ist das Produkt an dieser Stelle erledigt, bevor du ein Angebot eingestellt hast.
Schritt 6: Stell das erste Angebot ein
Jetzt erst die Plattform. Auf eBay.de heißt das: Verkäuferkonto als gewerblicher Verkäufer, Impressum und Widerrufsbelehrung hinterlegt, dann das erste Listing mit eigenem Titel, eigenen Fotos und einer Lieferzeit, die dein Lieferant tatsächlich hält. Der Weg vom Konto bis zum ersten Angebot steht Schritt für Schritt unter bei eBay verkaufen. Beim Shopify-Shop sind es Theme, Produkte, Zahlungen, Versandzonen, Rechtstexte und Domain im Adminbereich, in dieser Reihenfolge.
Ein Angebot, nicht zehn. Das erste Listing ist ein Test, und du willst wissen, was passiert, bevor du das Muster vervielfältigst. Eine Lieferzeit, die du nicht halten kannst, ist in Deutschland ein Widerruf mit Ansage, und eine Bewertung, die daraus entsteht, kostet mehr Sichtbarkeit, als das Produkt einbringt.
Schritt 7: Wickle die Bestellung ab, und behalte den Käufer
Der siebte Schritt ist der aus der Definition: Bestellung rein, beim Lieferanten mit der Adresse des Käufers aufgeben, Sendungsnummer an den Käufer weitergeben. Danach bleibt der Teil, der nie ausgelagert wird: die Frage, wo das Paket ist, der Widerruf innerhalb von 14 Tagen, die Retoure, die je nach Absprache zum Lieferanten oder zu dir geht, und die Bewertung.
Zwei Regeln für diesen Schritt. Erstens: Antworte am selben Tag. Ein Käufer, der wartet, schreibt die Bewertung, bevor das Paket kommt. Zweitens: Prüf vor jeder Bestellung, ob der Lieferant noch liefern kann. Wer verkauft, was der Lieferant nicht mehr hat, storniert beim Käufer, und die Konsequenz trifft das eigene Konto. Wie die Abwicklung auf eBay.de im Alltag aussieht, steht im eBay-Dropshipping-Guide.
Schritt 8: Wachs mit Regeln, nicht mit Hoffnung
Erst wenn ein Produkt trägt, kommt das zweite. Wachstum im Dropshipping heißt, die Schritte drei bis fünf zu wiederholen, nicht sie zu überspringen: ein besseres Listing pro Woche schlägt jeden perfekten Plan ohne Listing. Was Automatisierung und künstliche Intelligenz dabei wirklich übernehmen können und was nicht, haben wir unter KI-Dropshipping auseinandergenommen. Beim Shop-Weg beginnt hier die Werbung, und bevor du die erste Anzeige buchst, sieh dir die laufenden Anzeigen deiner Nische an; wie du das Archiv von Meta aus Deutschland liest, steht im Leitfaden zur Meta Werbebibliothek.
Wie viel Geld braucht man für Dropshipping?
Weniger als für klassischen Handel, aber nicht nichts, und die ehrliche Antwort ist eine Liste von Posten statt einer Summe. Auf eBay.de: Provision pro Verkauf, keine Pflicht-Grundgebühr, der Einkaufspreis der ersten Bestellung, den du vorstreckst, bis der Käufer bezahlt hat. Beim Shopify-Shop: ab 19 € im Monat, Zahlungsgebühren pro Verkauf und ein Werbebudget, das du im ersten Anlauf verlieren kannst. In beiden Fällen: die Anmeldegebühr der Gemeinde für das Gewerbe, Rechtstexte, ein Recherche-Werkzeug oder die Zeit, es von Hand zu machen, und eine Reserve für Retouren.
Was du nicht brauchst, ist Ware im Voraus. Das ist der Vorteil des Modells, und er ist real. Was du brauchst, ist die Disziplin, die acht Schritte in der Reihenfolge zu gehen, in der sie hier stehen. Dropshipping ist keine Abkürzung zum schnellen Geld, sondern Handel mit ausgelagertem Versand; wer es so behandelt, mit angemeldetem Gewerbe, geprüftem Lieferanten und Produktentscheidungen aus Daten, hat einen realistischen Weg in den eigenen Onlinehandel, nebenberuflich oder in Vollzeit.
Häufige Fragen
Wie fängt man am besten mit Dropshipping an?
In dieser Reihenfolge: den Weg wählen, also eBay.de oder eigener Shop; das Gewerbe anmelden; ein Produkt mit belegter Nachfrage finden; einen Lieferanten prüfen, der regelkonform versendet; die Marge mit allen Gebühren rechnen; das erste Angebot einstellen; die Bestellung sauber abwickeln; und erst dann mehr Produkte dazunehmen. Wer mit dem Produkt aus dem Video anfängt, überspringt die Schritte, die das Geld sparen.
Was ist der Haken an Dropshipping?
Du gibst Kontrolle ab und behältst die Verantwortung. Lieferzeit, Verpackung und Bestand bestimmt der Lieferant; Bewertung, Kundenservice und Widerruf bleiben bei dir. Die Margen sind klein, die Konkurrenz ist groß, und in Deutschland gelten vom ersten Verkauf an die Pflichten eines gewerblichen Händlers.
Wie viel Geld braucht man für Dropshipping?
Weniger als für klassischen Handel, weil du keine Ware vorfinanzierst, aber nicht nichts. Auf eBay.de fallen Provisionen pro Verkauf an und keine Pflicht-Grundgebühr; ein Shopify-Shop kostet nach der deutschen Preisseite vom 21. September 2026 ab 19 € im Monat plus Zahlungsgebühren, und er braucht ein Werbebudget. Dazu kommen Recherche-Werkzeug, Rechtstexte und gelegentliche Retouren.
Welche Nachteile hat Dropshipping?
Kleine Margen, viel Konkurrenz, keine Kontrolle über Versand und Bestand, Kundenservice und Retouren bei dir, und die Pflichten des Onlinehandels vom Gewerbe bis zum Widerrufsrecht. Keiner dieser Punkte spricht gegen das Modell; zusammen sprechen sie gegen einen planlosen Start.
Kann ich Dropshipping nebenberuflich starten?
Ja, und die meisten tun es. Auch nebenberuflicher Verkauf mit Gewinnabsicht ist ein Gewerbe und wird angemeldet; die steuerlichen Folgen klärst du mit einer Steuerberatung. Nebenberuflich zu starten ist kein Makel, sondern ein vernünftiger Umgang mit dem Risiko, solange du die Bestellungen täglich abwickelst.